Jobporträt: Chirurgiemechaniker

Instrumente, die Leben retten: Als Chirurgiemechaniker stellt man sie her. Foto: © babsi_w - Fotolia.com

Täglich wird vielen Menschen durch einen chirurgischen Eingriff geholfen oder ihnen gar das Leben gerettet. Dabei sind die Chirurgen auf die Hilfe eines eingespielten Teams von Anästhesisten, Assistenzärzten und OP-Schwestern angewiesen. „Skalpell, … Schere, …“- auf diese kurzen Anweisungen werden dem Chirurgen die notwendigen Instrumente gereicht. Jede Handlung läuft präzise ab. Und genauso präzise müssen chirurgische Instrumente, wie zum Beispiel Nadelhalter, Augenpinzetten oder High-Tech-Endoskope mit hochmodernen Optiken gefertigt sein. Das ist der Job von Chirurgiemechanikern.

Für jede Anwendung gibt es spezielle Formen. Der Chirurgiemechaniker gestaltet die ärztlichen „Werkzeuge” hand- und funktionsgerecht aus Edelmetallen, Stahl, Kautschuk und Kunststoffen. Oft sind Fachärzte die direkten Auftraggeber. Nach ihren Vorgaben werden Einzelstücke für spezielle chirurgische Eingriffe hergestellt. Da braucht man gute Einfälle und anatomische Kenntnisse, um die richtige Form zu entwickeln. Sie wird mit handwerklichem und technischem Know-how verwirklicht. Der Umgang mit elektronisch gesteuerten Werkzeugmaschinen und weiteren neuen Technologien muss ebenso geläufig sein wie eine Vielzahl medizinischer „Fachausdrücke”.

Interessant an diesem Beruf ist nicht allein die anspruchsvolle, hochtechnisierte Tätigkeit, sondern auch das Bewusstsein, dass Chirurgiemechanik indirekt zur Genesung oder Gesundheit vieler Menschen beiträgt. Voraussetzung für die dreieinhalbjährige Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss.

Quelle: Hwk Karlsruhe

Weitere Infos:
Hwk Karlsruhe


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