Vorsicht bei facebook & Co: Auch Personaler haben Internetanschluss
Vorsicht im Umgang mit den eigenen Daten im Web, wenn man sich gerade nach einem neuen Job oder einer Ausbildung umsieht: Auch Personalchefs kennen Facebook, Lokalisten, Twitter und Co. Eine junge Amerikanerin hat genau das nicht bedacht und in Twitter veröffentlicht: “Cisco hat mir einen Job angeboten. Jetzt muss ich abwägen zwischen einem fetten Gehaltsscheck und der Tatsache, dass ich den Job hassen werde.” Ein Cisco-Mitarbeiter hat es gesehen, dem zuständigen Personalmanager weitergeleitet und das war’s dann mit dem neuen Job und dem fetten Gehalt.
Auch beschwingte Bilder feuchtfröhlicher Partys auf der eigenen Website oder der Profilseite bei Facebook, MySpace, wer-kennt-wen oder Lokalisten sind gefährlich. Es ist inzwischen nicht mehr unüblich, dass sich potentielle Arbeitgeber ein wenig näher mit den Kandidatinnen und Kandidaten beschäftigen, bevor sie zum Vorstellungsgespräch einladen. Schließlich kosten diese Gespräche nicht nur die Zeit der Bewerber sondern auch die der Personalentscheider. Deshalb gehört eine schnelle Suchmaschinenanfrage zum Kandidaten bei etlichen Firmen inzwischen zum Standard um ein grobes Bild zu zeichnen, wen man sich da möglicherweise ins Haus holt. Laut der Internetplattform karrierebibel.de nutzen 69 Prozent der Personalprofis das Internet um sich vorab über Kandidaten zu informieren – mit entsprechenden Konsequenzen: In 34 Prozent der Fälle flogen Kandidaten schon nach den Online-Recherchen aus dem Auswahlprozess.
Dazu gibt es ein recht anschauliches Video auf YouTube
Was schafft Abhilfe? Die einfachste Lösung lautet natürlich: Gar nicht erst kritische Texte oder Bilder veröffentlichen. Falls man sich aber nicht mehr so sicher ist, was denn so alles im Netz herumschwirrt, sollte das so genannte “Ego-Googlen” für Bewerber zum Standard gehören. So sieht man selbst auf einen Blick, was auch der Personaler zu Gesicht bekommt. Gelistet wird schließlich alles, was mit dem eigenen Namen gekennzeichnet ist: Forenbeiträge, eigene private Websites und der Facebook-account. Sind wirklich kritische Bilder oder Beiträge zu sehen, sollte man diese schleunigst wieder löschen, um kein falsches Bild von sich selbst zu vermitteln.
Bei Inhalten auf der eigenen Homepage ist das Löschen natürlich schnell passiert. Die Änderung ist aber nicht sofort bei Google sichtbar. Im Zwischenspeicher (Cache) der Suchmaschine ist der alte Inhalt womöglich noch bis zu acht Wochen zu sehen. Google bietet daher unter http://www.google.com/webmasters/tools/removals ein Tool zum Entfernen von Webseiten an. In fremden Foren oder Blogs ist das schon schwieriger, da kann nur noch eine freundliche Bitte an den Betreiber helfen.
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