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Der Spickzettel 2.0. – Das Smartphone

Der Spickzettel 2.0. – Das Smartphone

die jugend von heute...

Der Spickzettel 2.0. – Das Smartphone

Vorsicht ist gefragt: Schon das Mitnehmen des Handys in eine Prüfung gilt als Täuschungsversuch.
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Der Spickzettel in der Hosentasche oder das Buch auf der Toilette – Schummeln bei Klassenarbeiten gibt es seit jeher. Doch heute gibt es noch eine viel effektivere Waffe, mit der sich bei Leistungskontrollen betrügen lässt:
Das Smartphone. Mit wenigen Klicks könnt ihr die richtige Antwort auf eine Prüfungsfrage im Internet finden – sofern der Lehrer nur Faktenwissen testet. Wer zum Recherchieren mithilfe von Suchmaschinen zu faul ist, der chattet per Messenger wie Facebook oder WhatsApp mit Freunden und lässt sich von denen die richtigen Antworten schicken. Ihr dürft euch nur nicht erwischen lassen.

Handy ist Täuschungsversuch
Denn die Mitnahme von Handys in Prüfungen gilt als Täuschungsversuch. Das baden-württembergische Schulgesetz regelt zudem, dass Handys während des Unterrichts ausgeschaltet sein müssen. Die Lehrer dürfen es sonst bis zur Pause einkassieren. Da ist Kreativität gefragt: Ob das Smartphone wohl in die Taschenrechnerhülle passt?
Doch auch Lehrer fahren mitunter schwere Geschütze auf, um Smartphones aufzuspüren. In einer Odenthaler Schule haben Lehrer schon Handy-Ortungsgeräte eingesetzt. Mit Erfolg. Da helfen dann auch noch so originelle Versteckideen nicht weiter. Solche Methoden sind allerdings umstritten und in manchen Bundesländern verboten.



Kreativität statt Faktenwissen
Experten fordern nun, dass Lehrer nicht nur Faktenwissen abfragen. Denn stellen sie bei Klassenarbeiten herausfordernde Aufgaben, bei denen die Schüler das Gelernte anwenden müssen, sei die Chance deutlich geringer, dass sie zu verbotenen Hilfsmitteln greifen. So verlockend die neuen Möglichkeiten des Spickens für euch also auch erscheinen mögen: Lasst es lieber sein. Lernen hat noch keinem geschadet.

Sebastian Martin, 11.10.2013



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