Startseite > Karrierewelt > Ausbildung > Die schwersten und leichtesten Abschlussprüfungen Deutschlands
Die schwersten und leichtesten Abschlussprüfungen Deutschlands

Die schwersten und leichtesten Abschlussprüfungen Deutschlands

Urlaub ist zum Lernen da

Die schwersten und leichtesten Abschlussprüfungen Deutschlands

Urlaub ist zum Lernen da
Ganz schön schwer! Besteht man manche Prüfungen fast nebenbei, haben es andere ganz schön in sich.
01-luxuz::. - photocase

Welche Abschlussprüfung schwer ist und welche leicht, ist Typsache. Es gibt jedoch ein paar Prüfungen in Deutschland, da sind sich Streber und Bummler einig: Die sind alle doof. Wir haben euch einen Überblick zusammengesellt und verraten auch, wo ihr es nicht so schwer habt.

Top 3 der nervenaufreibendsten Prüfungen

1.    Steuerberater
„Du musst akribisch arbeiten und extrem hart mit dir selbst sein - im Prinzip schmeißt du für eine Weile dein Privatleben weg!“, Christoph Niehren steckt gerade mitten in der Vorbereitung zur Steuerberaterprüfung. Mindestens zehn Ordner reinen Lernstoff er zu bewältigen. Eineinhalb Jahre Vorbereitungszeit neben dem eigentlichen Beruf reichen da gerade so aus.
Urlaub ist zum Lernen da, denn bei den drei sechsstündigen Abschlussprüfungen fällt ungefähr jeder zweite durch. Das macht Druck. Da die Masse an Lerninhalten nur schwer zu überblicken und ein Selbststudium beinahe unmöglich ist, wenden sich viele Anwärter an private Ausbildungsinstitute. Zu der nervlichen Belastung gesellt sich auch noch eine finanzielle: „Alle Kosten für Kurse und Prüfungsanmeldung zusammengerechnet, kommt man locker auf einen fünfstelligen Betrag“, so der 33-jährige Christoph.


2.    Heilpraktiker
Wer heilen will, muss lernen. Zwar ist die Ausbildung nicht mit einem Medizinstudium zu vergleichen und dauert in der Regel auch nicht so lange. Doch spätestens bei der Abschlussprüfung kommen die angehenden Heilpraktiker ähnlich ins Schwitzen, wie ihre Ärztekollegen. Durchfallquoten von 80 Prozent und höher sind keine Seltenheit und bereiten garantiert schlaflose Nächte. Hinzu kommt, dass die naturheilkundliche Ausbildung in Deutschland nicht einheitlich geregelt ist. Wer sich fit fühlt, meldet sich einfach zur Prüfung an. Wo und wie das umfangreiche Wissen erworben wird, ist jedem selbst freigestellt. Auch hier bieten viele Institute teure Ausbildungskurse an.

3.    Rechtspfleger
Neben starken Nerven, brauchen angehende Rechtspfleger auch einen kräftigen Schreibarm. Innerhalb von zwei Wochen müssen sieben Klausuren à fünf Stunden runtergeschrieben werden. Die Abschlussprüfungen erinnern damit stark an das erste Staatsexamen in Jura. „Hätte ich gewusst, was auf mich zukommt, hätte ich mir das zweimal überlegt!“, Jennifer Scheer entschied sich für die Ausbildung als Rechtspflegerin, weil sie darin eigentlich eine lockerere Alternative zum intensiven Jurastudium sah. Die Durchfallquoten liegen tatsächlich nicht so hoch wie bei der Rechtswissenschaft, dafür sind die Gerichte bereits bei der Zulassung zum dualen Studium extrem streng und überprüfen den Wissensstand ihrer zukünftigen Beamten in regelmäßigen Leistungskontrollen.


Top 3 der entspanntesten Prüfungen:

Es gibt sie nicht, die eine leichte Ausbildung. Was dem einen problemlos erscheint, kann für den anderen viele Hürden bereithalten. Trotzdem wollen wir euch folgende Berufe vorstellen, die entsprechend ihrer Dauer und Intensität einen eher geringen Aufwand erfordern.

1.    Drahtzieher/-in
Wenn Ihr ein wenig handwerkliches Geschick und technische Begabung mitbringt, dann kann Euch als angehender Drahtzieher in der Abschlussprüfung kaum noch etwas passieren. „Durchfallquote“ scheint in diesem Beruf ein Fremdwort zu sein: Nach der zweijährigen Ausbildung schaffen fast alle Prüflinge ihren Abschluss ohne Probleme. Im Jahr 2011 lag die Bestehensquote sogar bei 100 Prozent.


2.    Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen
Die duale Ausbildung als Kurierdienstleister ist ideal für diejenigen, die ohne viel Aufwand schnell ins Berufsleben einsteigen wollen und körperliche Anstrengung der geistigen vorziehen. Nach nur zwei Jahren Lehrzeit ohne viel Auswendiglernerei bestehen über 95 Prozent der Prüflinge ihren Abschluss bereits beim ersten Anlauf.

3. Verkäufer/-in
Wer sich etwas weniger körperliche Anstrengung im Alltag wünscht, für den ist der Beruf des Verkäufers ideal. Die Ausbildung verlangt keine speziellen schulischen oder sonstigen Qualifikationen und die geistigen Anforderungen sind vergleichsweise gering. Auch hier steht schon nach zwei Jahren die Abschlussprüfung an, welche über 90 Prozent der Azubis beim ersten Versuch erfolgreich meistern.

Louisa Hantsche, 26.06.2014


Weiterführende Links