Aus Pädagogik-Studierenden kann vieles werden

Welche Chancen haben Pädagogik-Studenten? Damit beschäftigte sich eine Diskussion an der Uni Trier. Foto: © Woodapple - Fotolia.com

Zwei Begriffe zogen sich wie ein roter Faden durch die Diskussion über „Berufsbezogene Ausbildung von Pädagogen – Perspektiven und Herausforderungen“ an der Uni Trier: Umbruch und Vielfalt. Diese beiden Kategorien prägen nach Ansicht der Experten auf die aktuelle Ausbildungs- und Beschäftigungssituation für Pädagogen nach der Einführung der Bachelor-Studiengänge. Arbeitsmarkt und Bachelor-Absolventen wissen offensichtlich noch nicht recht, was sie miteinander anfangen sollen. Dafür fehlt es schlicht an einer breiten Erfahrung, denn bislang ist die Zahl der Abgänger mit Bachelor-Zeugnis gering. So nahmen in der Talkrunde Prognosen zur künftigen Entwicklung breiten Raum ein.

Zwei Botschaften durften die Studierenden in ihr weiteres Studium mitnehmen. Das berufliche Tätigkeitsfeld für Pädagogen ist sehr vielschichtig. Und: Wer sich mit Engagement und Leidenschaft seinem Studium und später dem Beruf widmet, hat bessere Chancen bei Arbeitgebern.

Laut Christiane Luxem, Leiterin des Hochschulteams der Arbeitsagentur Trier, ist die Zahl der Stellen im pädagogischen Bereich in der Region Trier seit 2008 von 7704 auf nun 9093 gestiegen. Ministerin Dreyer sieht die Zukunft für pädagogische Berufe optimistisch: „Wir werden wieder in die Situation kommen, in der wir Pädagogen suchen.“ So könne sich beispielsweise der demografische Wandel als wachsendes Beschäftigungsfeld für Pädagogen erweisen.

Arbeitagenturchef Wolfram Leibe stellt fest, dass der „Bachelor“ das Gesamtsystem durcheinander gewirbelt habe. Ein starker Stellenzuwachs sei bei Erziehern in Kindertagesstätten feststellbar. „Bei den klassischen Berufsfeldern für Pädagogen sei die Situation schwieriger. Reinhold Spitzley bewertet die Rahmenbedingungen für Pädagogen auf dem Arbeitsmarkt skeptisch. Ursache seien die finanziellen Engpässe in den öffentlichen und kommunalen Haushalten.

Juniorprofessor Dr. Sebastian Manhart wies darauf hin, dass sich die Universität nicht auf ständige Wandelprozesse in den Berufsfeldern einstellen könne. Die Studieninhalte könnten nur bedingt auf diese Entwicklungen abgestimmt werden. Was kann aus mir als Pädagoge werden? Die zentrale Frage der Diskussionsrunde, die Manhart zu Beginn in den Raum gestellt hatte, lässt sich folglich lapidar beantworten: vieles.

Die prominent besetzte Diskussionsrunde war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe von Career-Service und dem Fach Pädagogik der Universität Trier, Juniorprofessur Sebastian Manhardt. Diese Reihe will Pädagogen Perspektiven für die Berufs- und Karriereplanung vermitteln.

Quelle: Uni Trier

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