24 Stunden online – ab wann ist man Internetsüchtig?

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24 Stunden online – ab wann ist man Internetsüchtig?
Chatten, Surfen, Posten: Wenn dein Tag nur noch vom Internet abhängig ist, solltest du auch mal wieder an Freunde oder Hobbys denken. Der Computer läuft dir ja nicht weg.
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Morgens, wenn du aufstehst, machst du als erstes den Laptop an, um deine Facebook-Nachrichten zu checken? Auf dem Weg zu Uni, Arbeit oder Schule chattest du dann per Smartphone mit deinen Freunden? Schnell noch eine Statusnachricht vor dem Unterricht? Und an freien Nachmittagen hockst du bis spät in die Nacht vor dem Computer? Dann pass gut auf dich auf. Schnell bist du nicht nur ein Viel-Surfer, sondern vielleicht schon internetsüchtig. Unter den 14- bis 24-Jährigen sind es bereits etwa 14 Prozent, deren gesamte Freizeit nur noch aus dem Internet besteht.

Dabei ist das Netz natürlich nicht nur schlecht. Es bietet viele tolle Möglichkeiten: Du kannst mit Freunden chatten, online spielen oder etwas für die Schule oder die Uni recherchieren. Zum Problem wird das Surfen erst, wenn du es übertreibst. Sobald du Schule, Familie, Freunde und Hobbys vernachlässigst, weil du nur noch vor dem Bildschirm hängst, musst du etwas ändern. Lieber mal wieder an andere Hobbys denken, Sport treiben oder Freunde treffen. Die neue Facebook-Nachricht ist auch später noch da.

Weil immer mehr Leute Probleme mit dem Internet haben, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen Selbsttest mit 18 Fragen entwickelt. Der Test kann dir helfen einzuschätzen, ob du schon problematisch viel im Internet surfst oder alles noch im Rahmen ist.

Unter www.ins-netz-gehen.de kannst du dich selbst überprüfen. Solltest du feststellen, dass du tatsächlich ein Internet-Problem hast und viel zu viel vor der Kiste hockst, dann kannst du Hilfe bekommen. In Rheinland-Pfalz unter anderem in der Ambulanz für Behandlung von Computerspiel- und Internetsucht in der Uniklinik Mainz. Dort gibt es auch eine anonyme Beratungs-Hotline. In Baden-Württemberg findest du unter anderem in der Uniklinik Tübingen Hilfe und Beratung.

Quelle: unicum.de

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