ARBEITGEBER-BASHING: Aber nur mit Vorsicht!

was man darf und was nicht

ARBEITGEBER-BASHING: Aber nur mit Vorsicht!
Ihr amüsiert euch im Kreise der Kollegen darüber, euren Chef bei Facebook als „Dummschwätzer“ bezeichnet zu haben? Achtung! Das kann euch euren Job kosten.
© Tijana - Fotolia.com

Der Chef ist ein „Sklaventreiber“, der neue Kollege ein unerträglicher „Klugscheißer“ – im Job habt ihr es manchmal wirklich nicht leicht. Aber dürft ihr eurem Frust dann bei Facebook, Twitter und Co. Luft machen? Natürlich nicht! Mehrere Urteile von Arbeitsgerichten in Deutschland belegen, dass ihr euch mit solchen Äußerungen ganz schnell ein Eigentor schießen könnt.

Zum Beispiel hat ein Arbeitnehmer seinen Kollegen bei Facebook öffentlich als „Speckrolle“ beschimpft. Klar, dass dem das nicht gefallen hat. Das Arbeitsgericht gab ihm Recht und entschied, dass dies sogar für eine fristlose Kündigung reicht. Ihr solltet also gut aufpassen und lieber niemanden öffentlich im Netz beleidigen. Denn gerade solche Kommentare bei Facebook haben es in sich, immerhin können sie bis zum Löschen immer wieder nachgelesen werden.

Natürlich nervt der Chef manchmal und es ist menschlich, dass ihr euch darüber aufregt. Aber gerade den Chef bei Facebook zu beschimpfen, könnte fatale Konsequenzen für euch haben. Denkt auch daran, dass ihr auf eurer eigenen Profilseite seriös bleibt und unter „Arbeitgeber“ Arbeitgeber nicht unbedingt „Ausbeuter“ schreibt. Denn auch wenn euer Profil öffentlich nicht sichtbar ist, als „Freund“ eurer Freunde könnte euer Chef trotzdem auf euren Eintrag stoßen und euch zu Recht kündigen oder abmahnen. Gibt es ein Problem, dann sucht lieber einen anderen Ausweg. Ein Gespräch unter vier Augen könnte die Lösung sein. Ihr müsst aber auch einsehen, dass der Chef am längeren Hebel sitzt. Manchmal ist es besser, ihr bringt eine unangenehme Aufgabe einfach schnell hinter euch, als euch darüber zu ärgern.

Habt ihr dennoch richtig Zoff mit einem Kollegen oder dem Chef und könnt ihr euch partout nicht einigen, kann euch vielleicht ein Mediator helfen. Auch das Seminar „Konfliktmanagement im Beruf“ am 9. März an der VHS in Koblenz zeigt euch, wie ihr mit solchen Situationen besser umgeht und wahre Größe zeigt. Ihr habt generell Schwierigkeiten, auf der Arbeit einen kühlen Kopf zu bewahren und freundlich zu bleiben? Dann bietet sich vielleicht auch ein Kurs zum Thema „Sozialkompetenz“ an, um zukünftig Konflikte besser zu lösen. So ein Kurs findet zum Beispiel am 25. Januar in Stuttgart statt.

Quelle: KarriereSpiegel

Weitere Informationen: