Der Hörsaal im Netz

Freu' Dich auf Kommilitonen aus der ganzen Welt

Der Hörsaal im Netz

Der Hörsaal im Netz

Freu' Dich auf Kommilitonen aus der ganzen Welt

Anja Mihr könnte ein Rockstar sein. Wenn die Professorin über „Public Privacy: Cyber Security and Human Rights“ spricht, könnte sie locker ein Zweitliga-Fußball-Stadion füllen. 25.000 Menschen haben sich für ihre Vorlesung eingeschrieben. Und jeder darf zuhören.

Neun verschiedene Kurse
Die Internetplattform  www.iversity.org macht’s möglich. Seit Oktober bietet sie neun verschiedene Vorlesungen an. Im Frühjahr sollen es bereits 25 sein. Verschiedene Unis stellen dafür extra produzierte Vorlesungsvideos zur Verfügung. Dazu gibt es Multiple-Choice-Tests, Diskussionsforen und Vorlesungsunterlagen. Sogar Hausaufgaben verlangen manche Profs.

220.000 Nutzer in 180 Ländern
Die Studierenden bei  www.iversity.org kommen aus aller Welt. Derzeit sind laut Firmenangaben bereits mehr als 220.000 Nutzer aus 180 Ländern registriert. „Dies zeugt von der riesigen globalen Nachfrage zu qualitativ hochwertiger Hochschulbildung“, sagt Mitbegründer und Geschäftsführer Hannes Klöpper.

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Der Hörsaal im Netz/Foto: Miguel Henriques / Unsplash

Mit wenigen Mausklicks zum Student werden
Die Einschreibung geht Ruckzuck. Einfach die Emailadresse hinterlegen, das Passwort eingeben und schon ist man ein Student. Höchster Bildungsabschluss, Abiturnote oder Semesterbeitrag? Das interessiert niemanden. Allerdings kann man auf der Plattform keine akademischen Grade erwerben. Es gibt lediglich Zertifikate, für die man aber bezahlen muss.

Kostenlos mit Fragezeichen
Ob die ins Netz gestellten Vorlesungen kostenlos bleiben, ist fraglich. Laut Medienberichten handelt es sich bei der in Bernau bei Berlin sitzenden iversity GmbH um ein von Investoren über Risikokapital finanziertes Unternehmen, das langfristig Geld verdienen muss.

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