Facebook bei der Arbeit – dürft ihr das?

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Facebook bei der Arbeit – dürft ihr das?
Nur mal schnell was posten… Facebook und Co. sind wie das private Handy am Arbeitsplatz nicht gern gesehen.
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Mal schnell bei Facebook loswerden, dass ihr jetzt Mittagspause macht, oder nur eben den herrlichen Spruch twittern, den euer Kollege gerade gebracht hat. Mit Social Media seid ihr immer up to date. Am Arbeitsplatz solltet ihr trotzdem vorsichtig sein. Die private Internetnutzung ist in vielen Firmen zwar nicht mehr gänzlich untersagt, wenn es jedoch zu viel wird und ihr mehr im Netz unterwegs seid als auf eurem Schreibtisch, darf euer Chef das durchaus verbieten.

Euer Arbeitgeber darf regeln, ob ihr das betriebliche Internet privat nutzen dürft oder nicht, und dies auch im Arbeitsvertrag festhalten. Und auch wenn die private Internetnutzung bei euch in Maßen geduldet wird: Dass ihr keine betriebsinternen Details in den Netzwerken preisgebt und eure Kollegen nicht öffentlich bloßstellt, versteht sich von selbst. Beides kann im schlimmsten Fall zu einer Kündigung führen.

Euer Arbeitgeber kann euch auch kündigen, wenn ihr sehr oft privat im Internet seid, dies eure Arbeit beeinträchtigt oder ihr große Datenmengen herunterladet. Auch für einen Virenbefall, der auf eure Kosten geht, kann er euch belangen. Übrigens: Steht in eurem Vertrag klar und deutlich, dass ihr das betriebliche Internet nicht privat nutzen dürft und ihr tut es trotzdem, darf euer Arbeitgeber euch fristlos kündigen.

Auch euer Handy ist am Arbeitsplatz oder während der Arbeitszeit nicht gern gesehen. Das darf euer Chef euch sogar verbieten. Generell gilt, dass ihr private Tätigkeiten während der Arbeitszeit unterlassen solltet. Als Ausrede zählt auch nicht die Erklärung, dass ihr Überstunden zuhause ankündigen müsst. Das könnt ihr in eurer Pause machen.

Habt ihr aber das Gefühl, dass euer Chef euch grundlos auf dem Kieker, euch ausspioniert oder für eine Nichtigkeit gekündigt hat, könnt ihr euch wehren. Vorher solltet ihr euch aber genau informieren, was euer Arbeitgeber darf und was nicht. Auf den Internetseiten der IHK für Rheinhessen und der IHK Stuttgart beispielsweise findet ihr viele Details zum Arbeitsrecht und auch einen Ansprechpartner für eure Fragen.

Quelle: staufenbiel.de

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