Social-Media-Kurse für eure Kariere: Wo müsst ihr aufpassen?

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Social-Media-Kurse für eure Kariere: Wo müsst ihr aufpassen?
Als Social-Media-Experte habt ihr meistens viel mehr zu tun, als nur Posts bei Facebook zu erstellen. Oft sind ganze Kampagnen für die verschiedenen Kanäle zu planen.
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Facebook, Xing, LinkedIn, Twitter und Youtube: Für Unternehmen werden Social-Media-Aktivitäten immer wichtiger. Da wächst auch der Bedarf an Profis, die das Geflecht der verschiedenen Netzwerke entwirren und immer einen kühlen Kopf behalten. Könntet ihr euch das für euch vorstellen? Vor allem, weil es kaum Studiengänge oder Ausbildungen dafür gibt, schießen die verschiedensten Kursangebote wie Pilze aus dem Boden. Vom Online-Crashkurs bis zum monatelangen Präsenzkurs, von 39 Euro bis mehr als 1.500 Euro ist alles vertreten. Doch worauf solltet ihr bei der Auswahl achten? Welche Kurse bringen euch weiter auf eurem Weg zum Social-Media-Profi und welche sind für euch nur Zeitverschwendung? Stiftung Warentest hat mehrere Angebote verglichen.

Zunächst einmal: Mit guten Kenntnissen im Bereich Social Media macht ihr euch auf dem Arbeitsmarkt auf jeden Fall interessant und eröffnet euch große Karrierechancen. Nur zehn Prozent aller Unternehmen in Deutschland haben geschulte Social-Media-Fachleute vorzuweisen. Da sind die Jobaussichten gut. Bevor ihr euch für einen Kurs entscheidet, solltet ihr euch aber die Inhalte genau ansehen und im Zweifel auch beim Anbieter nachfragen. Einige Kurse richten sich zwar an Leute mit Erfahrungen im Bereich PR, Marketing oder Vertrieb, vermitteln aber doch nur Grundlagen. Habt ihr euch jedoch noch nie mit dem Thema beschäftigt, dürfte ein solches Angebot für euch genau das Richtige sein. Auch Bewertungen über den Dozenten findet ihr online.

Ausschlaggebend für die Entscheidung ist auch, was ihr euch von dem Kurs erhofft. Sollt ihr künftig nur ab und zu auf der Facebook-Seite eurer Firma Beiträge posten, weil euer Chef das mal ausprobieren will, genügt wahrscheinlich ein Crashkurs. Hier bekommt ihr die wichtigsten Regeln erklärt und gezeigt, worauf es ankommt. Seid ihr nicht gerade im Texten zuhause, hilft es euch, wenn der Kurs ein wenig „Handwerkszeug“ vermittelt, etwa wie ihr knackige Posts verfasst, wie ihr auf Kritik reagiert und welche Inhalte in Frage kommen.

Wenn ihr euch jedoch in einem Unternehmen als Social-Media-Fachkraft bewerben wollt, solltet ihr etwas mehr Zeit und Geld einplanen. Überzeugt haben im Textvor allem die Kurse der Technischen Akademie Wuppertal, der Social-Media-Akademie und von Embis. Hier lernten die Teilnehmer ebenfalls zuerst Basiswissen: Was sind soziale Netzwerke? Wie funktionieren sie? Welche Regeln herrschen dort? Danach ging es aber auch um Kampagnenplanung und wie ihr sie durchführt. Schließlich müsst ihr als Social-Media-Experte nicht nur einzelne Posts verfassen, sondern ganze Marketingkampagnen in soziale Netzwerke einbinden, die verschiedenen Plattformen individuell bedienen und verknüpfen und dabei immer auf Einheitlichkeit achten. Praktische Übungen sollten also schon im Kurs auf dem Plan stehen. So könnt ihr das Gelernte gleich anwenden und bei Unklarheiten Fragen stellen.

Ob ihr lieber einen Online- oder einen Präsenzkurs wählt, bleibt euch überlassen. Das hängt auch davon ab, ob es in eurer Nähe passende Angebote gibt, sich die Schulungszeiten mit euren Arbeits- oder Ausbildungszeitenzeiten vereinbaren lassen und ob ihr lieber für euch allein oder in der Gruppe lernt. Bei beiden Varianten gibt es verschiedene gute Kurse für unterschiedliche Anforderungen und Wissensstände. Ein Seminar, das sich an Marketingverantwortliche in Unternehmen richtet, ist der „Facebook-Marketing Kompaktkurs“ am 8. Mai bei PC College in Koblenz. Hier könnt ihr mit praktischen Beispielen und Anleitungen lernen, wie eine Unternehmensseite erstellt und gepflegt wird. Vor allem, wenn ihr im Bereich Tourismus und Hotel tätig sein, ist vielleicht der „Social Media Intensiv-Workshop“ am 11. April bei der IHK in Freudenstadt interessant für euch.

Quelle: jobscout24.de

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