Aus dem Alltag einer Illusionskünstlerin

Sterne zum Greifen nah

Bild Sterne zum Greifen nah

Aus dem Alltag einer Illusionskünstlerin

Sterne zum Greifen nah

Ein meterlanges Frauenbein ragt aus einem Werbeplakat, ein riesiges Hirschgeweih liegt auf einem Wanderweg und die mannshohe Schwarzwälder Kirschtorte ist begehbar. Bilder wie diese gibt es auf Messen, im Theater, im Fernsehen oder im Museum aber auch im Stadtbild – doch wer baut sie? bigKARRIERE hat mit Juliane Wende gesprochen. Sie ist die Frau für große Illusionen und hat ihre eigene Werkstatt für künstlerische Arbeiten.

Auftrag zur Täuschung
Sie hat Promotionsflächen für Pro 7 und Paradewagen gestaltet, hat Firmenlogos und Maskottchen lebensecht gebaut und Theken durch Fotocollagen in blühende Wiesen verwandelt.
Ihre Aufträge erhält Juliane Wende von der Stadt, von Unternehmen oder Fernsehsendern. Gemeinsam mit dem Kunden bespricht sie alle Details, erarbeitet das Konzept, plant die Kosten und fertigt ein Modell. Erst danach beginnt sie mit der Umsetzung. Die riesigen Skulpturen sehen zwar massiv aus, sind aber meist aus Styropor. Um dem Material die richtige Form zu geben, arbeitet sie mit Heißdraht, Sägen und Messern. Sie laminiert und sprüht und steht am Ende vor ihrem Produkt, das täuschend echt aussieht.

Sterne zum Greifen nahm/ Foto: Kilyan Sockalingum / Unsplash

Sterne zum greifen nah/ Foto: Kilyan Sockalingum / Unsplash

Wie es dazu kam
Juliane Wende ist gelernte Bühnenplastikerin und besuchte die Akademie für Malerei und Grafik in Freiburg. Sie wollte kreativ sein, entwerfen und konzipieren und suchte sich gemeinsam mit einer Kollegin eine Werkstatt. Das war vor 20 Jahren. Seitdem hat sie noch nie etwas doppelt gemacht und das macht ihren Beruf aus – die Vielseitigkeit und die neuen Herausforderungen. Es ist eine gelungene Mischung aus Handwerk, Kunst und Design.

Weiterführende Links

Beitrag teilen