Ausbildungsplatzwechsel richtig planen

Chef, ich kündige!

Ausbildungsplatzwechsel richtig planen

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Chef, ich kündige!
Bild Chef, ich kündige!
Seleneos / photocase.de

Nicht jeder Ausbildungsplatz wird vom Lehrling als Segen empfunden. Manchmal sind die Differenzen im Betrieb so unerträglich, dass nur noch die Flucht infrage kommt. Auch wenn die Gemüter bei einem Ausbildungsplatzwechsel für gewöhnlich etwas erhitzt sind, solltet ihr in solch einem Fall erst einmal tief durchatmen.

Ihr dürft jetzt nämlich alles tun, nur nicht emotional oder vorschnell reagieren. Denn dieser Schritt darf sich nicht nachteilig auf eure berufliche Zukunft auswirken. Ein Ausbildungsplatzwechsel kommt zwar öfter vor, als man denkt, allerdings ist es ratsam, erst einen neuen Ausbildungsplatz zu finden und dann die Lehre zu beenden.

Aufhebungsvertrag oder Kündigung - hier liegen die Unterschiede

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David-W- / photocase.de

 Es macht natürlich immer einen guten Eindruck, wenn sich die Wege von Lehrling und Ausbilder friedlich trennen. Deshalb ist ein Aufhebungsvertrag nicht die schlechteste Sache, da er für eine Trennung in beiderseitigem Einvernehmen steht. Dieser kommt jedoch nur infrage, wenn Ihr bereits einen neuen Ausbildungsplatz habt.

Vergeht zwischen dem Ende des Ausbildungsverhältnisses und dem Antritt der neuen Lehre zu viel Zeit, kann es sein, dass ihr die verlorene Zeit am Ende der Ausbildung nachholen müsst. Zudem steht euch bei einem Aufhebungsvertrag kein Arbeitslosengeld zu, da ihr ja mit der Beendigung der Ausbildung einverstanden wart.

Ist noch kein neuer Ausbildungsplatz in Sicht und ihr wollt aber trotzdem so schnell wie möglich raus aus dem Betrieb, empfiehlt sich die eigene Kündigung. Diese hat bei einem Ausbildungsplatzwechsel mit besonders verhärteten Fronten den Vorteil, dass sie deutlich macht, dass IHR den Schlussstrich gezogen habt und der Betrieb euch nicht loswerden wollte. 

Kein Ausbildungsplatzwechsel ohne Geltendmachung

Mit einer schriftlichen Geltendmachung fordert ihr vom Betrieb offiziell alles ein, was euch noch zusteht. Dies können ein noch ausstehendes Gehalt, Urlaubsgeld, das Aushändigen von Arbeitspapieren und vor allem das Zeugnis sein. Um euch abzusichern, empfiehlt es sich, die Geltendmachung per Einschreiben zu verschicken. Auch eine Kopie an die IHK macht absolut Sinn. Denn man weiß ja nie, ob euch der "verschmähte" Betrieb zum Abschied noch eins reinwürgen möchte.

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