Den Hund vom Chef ausführen? So wehrt ihr euch

Mach Männchen!

Den Hund vom Chef ausführen? So wehrt ihr euch
Ihr sollt mit dem Hund vom Chef Gassi gehen und dann noch das Gemeinschaftsbad putzen? Stopp, das gehört nicht zu eurer Ausbildung.
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Eure Ausbildungszeit hat begonnen und eigentlich seid ihr richtig zufrieden. Die Kollegen sind nett, die Arbeitsatmosphäre ist super und ihr habt euch schon gut eingelebt. Auch die Aufgaben sind vielfältig: Vom Rechnung-schreiben bis zum Kaffeekochen ist alles dabei. Moment: Kaffeekochen? Müsst ihr das überhaupt?

Ja, auch Kaffeekochen gehört manchmal dazu. So ist es in vielen Betrieben üblich, dass die Mitarbeiter sich manche Aufgaben, wie Kaffeekochen, Spülmaschine ausräumen oder Bedarfsartikel einkaufen, aufteilen. Solange alle Mitarbeiter mitmachen, ist alles in Ordnung. Aber was, wenn ihr ständig für Aufgaben eingespannt werdet, die rein gar nichts mit eurer Ausbildung zu tun haben?

Ihr sollt jeden Tag mit dem Hund vom Chef spazieren gehen? Das Auto eures Ausbilders in die Werkstatt fahren oder das Gemeinschaftsbad jede Woche putzen? Stopp! Das gehört nicht zu eurer Ausbildung. Auch wenn es manchmal schwer fällt, in solchen Fällen müsst ihr euch wehren. Aber wie?

Euren Chef anzumeckern und einen Streit zu beginnen, ist sicher der falsche Weg. Informiert euch am besten erst mal mithilfe eurer Ausbildungsrahmenpläne. Diese regeln genau, was zur Ausbildung gehört und was nicht. Wenn ihr dann noch immer das Gefühl habt, ausgenutzt zu werden und ständig minderwertige Aufgaben erledigen zu müssen, wendet euch an den Betriebsrat oder die Jugend- und Auszubildendenvertretung eures Betriebes.

Falls es bei euch so etwas nicht gibt, solltet ihr mit eurem Chef oder Ausbilder unter vier Augen reden. Erklärt sachlich, dass ihr das Gefühl habt, zu viele Aufgaben, die nichts mit eurer Ausbildung zu tun haben, übernehmen zu müssen. Erläutert auch, dass ihr euch Sorgen macht, eure eigentlichen Aufgaben in der Ausbildung könnten deshalb zu kurz kommen. Es ist nur im Sinne eures Ausbildungsbetriebs, wenn ihr eine Lösung findet. Kommt ihr mit einem freundlichen Gespräch nicht weiter, könnt ihr euch an die zuständige Kammer wenden.

Ihr habt Angst, dass ihr euch hier nicht selbstbewusst präsentieren könnt? Dann wäre vielleicht ein Selbstsicherheitskurs wie am 26. Januar in Heidelberg was für euch. Oder ihr nehmt an einem Rhetorikkurs zum Thema „Überzeugend und durchsetzungsstark reden“ teil. Dieser findet am 26. Februar im IHK-Bildungszentrum in Koblenz statt.

Quelle: experto.de

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