Durchblick im Paragrafendschungel: Ausbildungen rund um Recht und Gesetz

Durchblick im Paragrafendschungel: Ausbildungen rund um Recht und Gesetz

Recht und Gesetz haben Einfluss auf alle Arbeits- und Lebensbereiche. Eine juristische Ausbildung kann euch daher viele Karriere- und Weiterbildungschancen eröffnen. © Fineas Fotolia

Die Welt der Gesetze und Rechtnormen findet ihr spannend? Akten schrecken euch nicht ab und ihr habt ein Faible für gewissenhaftes und strukturiertes Arbeiten? Dann überlegt doch einmal, ob eine Ausbildung im juristischen Bereich etwas für euch sein könnte. Denn auch außerhalb des Jurastudiums gibt es zahlreiche spannende und zukunftsträchtige Ausbildungsberufe rund um Recht und Gesetz. Hier habt ihr häufig beste Perspektiven für einen verhältnismäßig sicheren Job und gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Wenn ihr euch die Arbeit in einer Rechtsanwaltskanzlei vorstellen könnt, dann ist womöglich die Ausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten eine gute Idee. Hierbei könnt ihr euer Organisationstalent unter Beweis stellen. Als rechte Hand der Anwälte führt ihr die Akten und sorgt für die Einhaltung von Fristen. Auch das Anfertigen von Schriftsätzen, die Korrespondenz mit Mandanten und Buchhaltungsaufgaben gehören dazu. Alles in allem also ein vielseitiges Tätigkeitsfeld und gar nicht so langweilig, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Das solltet ihr mitbringen: Interesse an juristischen Fragen, Kommunikations- und Ausdrucksstärke; Teamfähigkeit und Organisationstalent. Erwartet wird in der Regel das Abitur oder die mittlere Reife. In den regulär drei Ausbildungsjahren – eine Verkürzung ist möglich – verdient ihr je nach Bundesland und Ausbildungsbetrieb zwischen 325 und 600 Euro im ersten Jahr, im zweiten Jahr zwischen 435 und 650 Euro und im dritten Jahr zwischen 525 und 750 Euro. Wen es nicht unbedingt in die Rechtsanwaltskanzlei zieht, der findet auch in Rechtsabteilungen von Unternehmen oder in der Verwaltung spannende Aufgaben.

Wer die Arbeit bei einem Notar interessant findet, der ist womöglich in der Ausbildung zum Notarfachangestellten gut aufgehoben. Ganz ähnlich wie Rechtsanwaltsfachangestellte kümmern sich Notarfachangestellte um die Korrespondenz mit Mandanten und darum, dass im Büro alles gut organisiert ist. Außerdem nimmt die Bearbeitung und Erstellung von Urkunden einen Großteil der Arbeitszeit ein – gute Noten in Mathe und Deutsch müsst ihr dafür mitbringen. Die Ausbildungsdauer ist die gleiche wie  beim Rechtsanwaltfachangestellten, nur die Ausbildungsvergütung liegt bei Azubis zum Notarfachangestellten etwa rund 50 bis 100 höher.

Wer sich beruflich mit Patenten beschäftigen möchte, der kann als Azubi zum Patentfachangestellten in die Welt der Neunanmeldungen von Produkten und bahnbrechenden Veröffentlichungen eintauchen. Bei Gericht und in Staatsanwaltschaften könnt ihr zudem als Azubi zum Justizfachangestellten anfangen.

Ihr seid bereit, euch durch den Paragrafendschungel zu schlagen? Das Ministerium der Justiz in Rheinland Pfalz, das Amtsgericht Darmstadt und das Justizportal des Landes Baden-Württemberg bieten nähere Informationen zu den unterschiedlichsten Ausbildungen im juristischen Bereich.

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