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Neue Ausbildungsberufe/ Foto: Priscilla du Preez / Unsplash

Ganz frisch: neue Ausbildungsberufe 2013

 

Rund 340 anerkannte Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland. Zu den Top 20 der beliebtesten Ausbildungsberufe gehören seit vielen Jahren klassische Berufe wie Friseur/-in, Koch/Köchin, Bankkaufmann/-frau oder Kaufmann/-frau im Einzelhandel. In Zusammenarbeit mit Arbeitgebern, Gewerkschaften, Handwerks- und Industrie & Handelskammern, Bund und Ländern wird jedes Jahr über die Zukunft der einzelnen Ausbildungsberufe diskutiert. Manche alte und sehr seltene Ausbildungsberufe wie zum Beispiel der Küfer, der Fässer herstellt, wurden deswegen in den vergangenen Jahren im sogenannten Berufsbildungsgesetz (BBiG) gestrichen. Andere wiederum sind neu dazugekommen oder wurden modernisiert.

Mit dem neuen Ausbildungsjahr treten die zwei neuen Ausbildungsberufe Fachkraft für Metalltechnik und Stanz- und Umformmechaniker/Stanz- und Umformmechanikerin am 1. August 2013 in Kraft.

Als Stanz- und Umformmechaniker/Stanz- und Umformmechanikerin arbeitet ihr an Stanz- und Umformmaschinen, richtet sie ein,wartet sie und stellt an ihnen Serienproduktionen her. Solche speziellen hochtechnologischen Maschinen findet ihr vor allem in der Automobil-, Medizin-, Elektronik, Luft- und Raumfahrtindustrie. Vergleichen kann man den Ausbildungsberuf mit den des Anlagen- und Maschinenführer/-in. Weil aber einige Maschinen in ihrer Handhabung immer spezieller und komplizierter werden, hat man diesen neuen Ausbildungsberuf zugelassen.

Aus elf sogenannten „Altberufen“ wie beispielsweise Fräser/-in oder Metallschleifer/-in hat man 2013 einen neuen Ausbildungsberuf gemacht: die Fachkraft für Metalltechnik. Wenn ihr euch für die zweijährige Ausbildung entscheidet, könnt ihr zusätzlich zwischen den drei Fachrichtungen Montagetechnik, Umform- und Drahttechnik und Zerspanungstechnik wählen.

 

Neue Ausbildungsberufe/ Foto: Avel Chuklanov / Unsplash
Neue Ausbildungsberufe/ Foto: Avel Chuklanov / Unsplash

Neben diesen beiden neuen Ausbildungsberufen, gibt es elf weitere modernisierte Ausbildungsberufe. Das gilt zum Beispiel für den Weintechnologen/Weintechnologin. Nach 31 Jahren ersetzt der Weintechnologe den sogenannten Weinküfer. Da sich die Technik der Weinverarbeitung durch neue hochtechnisierte Verfahren sehr verändert hat, war die Umgestaltung des Ausbildungsberufes notwendig. Die Arbeit eines Weintechnologen umfasst also die Annahme, Vorbereitung und Verarbeitung von Trauben, Maische oder Most sowie den Ausbau des Weines.

Eine komplette Übersicht zu den neuen und modernisierten Ausbildungsberufen findet ihr beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Wenn ihr euch für einen dieser Berufe interessiert, dann schaut einfach bei den zuständigen Handswerks- und Industrie & Handelskammern vorbei.

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