Gesichtslos zum neuen Job

Liegt in der Anonymität wirklich eine Chance?

Bild Liegt in der Anonymität wirklich eine Chance?
Gesichtslos zum neuen Job/Foto: Sebastiaan Stam / Unsplash

Gesichtslos zum neuen Job

Liegt in der Anonymität wirklich eine Chance?

Vorurteile hat jeder. Bei Jobentscheidungen können sie zum Vor- oder Nachteil werden. Um neutral zu bleiben, gibt es die Idee von anonymisierten Bewerbungen. Name, Geschlecht und Alter der Bewerber sind dort geschwärzt. bigKARRIERE gibt Einblick in anonyme Bewerbungen.

Gleiche Chance für alle
2011 startete die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ein Pilotprojekt, für das fünf große Unternehmen und drei Verwaltungen ein neues Verfahren testeten, um Mitarbeiter zu gewinnen: Bevor die Bewerbung an die Personalabteilung wanderte, wurden Daten wie Alter, Geschlecht, Name und Foto geschwärzt.
Damit sollte vor allem eins erreicht werden: Jeder hat die gleiche Chance auf einen Job. Dabei spielt weder sein Aussehen, Alter oder Name eine Rolle.

Entrümpelt euren Lebenslauf
Bei dem Pilotprojekt 2011 waren es vor allem öffentliche Arbeitgeber und größere Unternehmen, die einige Stellen anonym ausgeschrieben haben. Auch heute können die Firmen selber entscheiden, ob und auf welche Stellen ihr euch so bewerben könnt. Die gängige Praxis ist, dass Stellen, die schnell neu besetzt werden müssen, nicht anonym ausgeschrieben werden.

Wollt ihr euch anonym auf eine Stelle bewerben, müsst ihr zunächst euren Lebenslauf entrümpeln. Das heißt im Klartext: Name, Alter und welchen Lebensstand ihr habt –alles muss raus. Auch das Bewerbungsfoto darf nicht in die Unterlagen. Aber Vorsicht! Anonym ist nur der erste Eindruck. Spätestens beim Bewerbungsgespräch müsst ihr euch zu erkennen geben.

 
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