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Mit „MINT“ in die Zukunft

Mit „MINT“

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Mit MINT in die Kufunt/Foto: Dai Ke / Unsplash

Der Laie könnte im ersten Augenblick denken, es geht bei dem Begriff um ein Atem-Frische-Bonbon oder ein hippes Getränk im Szeneclub. Denn was soll sonst „MINT“ sein? Doch weit gefehlt. Die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Seit Jahren wird mit dem Slogan geworben, um junge Menschen für diese Studienfächer zu begeistern. Mit Erfolg. Nahmen im Jahr 2000 deutschlandweit noch knapp 112.000 Abiturienten ein solches Studium auf, waren es 2012 bereits 190.000 – allerdings bedingt vom Wegfall der Wehrpflicht und der doppelten Abiturjahrgänge.

Verlust für die Wirtschaft

Die steigenden Studentenzahlen ändern jedoch kaum etwas daran, dass in den MINT-Fächern künftig viele Fachkräfte fehlen dürften. „Dieser Engpass wirkt heute schon als Wachstums- und Innovationsbremse und führt zu einem immensen Wertschöpfungsverlust für die Volkswirtschaft“, heißt es aus dem baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Das Bundesland ist aufgrund seiner technisch geprägten Wirtschaftsstruktur besonders betroffen vom Fachkräftemangel und wirbt deshalb besonders stark um Nachwuchs – vor allem um Frauen, die sich zu selten für eines der MINT-Fächer entscheiden.

Beste Jobchancen

Die 29-jährige Ira hat Informatik studiert und arbeitet heute als Projektmanagerin in einer Firma, die Software für Stahlunternehmen entwickelt. Für sie ein Traumjob. „Mit den meisten MINT-Fächern hat man später eine Riesenauswahl bei der Jobsuche“, sagt sie. „Man bekommt ein sehr gutes Gehalt, kann wählen, ob man lieber im Keller programmiert oder Kunden trifft, um die Welt reist, Projekte managt oder alles zusammen im Wechsel.“

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Hohe Abbrecherquote
Allerdings erreichen den Abschluss nicht alle, die Mathematik, Informatik, Physik, Chemie, Biologie oder eine Ingenieurwissenschaft studieren. Fast jeder Zweite gibt vorher auf, zeigt eine Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft in Essen. Deshalb raten manche Experten, erst einmal eine Ausbildung im MINT-Bereich zu machen. Denn auch Facharbeiter werden künftig fehlen.


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