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Traumberuf und Wirklichkeit – eine junge Maskenbildnerin erzählt

Eine junge Maskenbildnerin erzählt

Bild Traumberuf und Wirklichkeit – eine junge Maskenbildnerin erzählt

Klappe und Action! Die Arbeit in der Maske bei Film und Fernsehen war lange der Traum der 32-jährigen Nicole. Tatsächlich arbeitet sie heute am Theater – als Maskenbildnerin. Ihr Weg vom Traumberuf in die Wirklichkeit führte 15 Jahre über viele Kreuzungen. bigKARRIERE erzählt sie ihre Geschichte.

Probieren geht über Studieren
Am Anfang stand die Friseurlehre. Das musste sein, denn Maskenbildnerin war lange kein Lehrberuf. Dann folgte ein Praktikum in Babelsberg – die Maske bei „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“. Das hat mich in meinem Berufswunsch bestärkt. Mein Ziel war zum Greifen nah und ich ergatterte eine Vollzeitstelle. In dieser Zeit bekam ich meinen Sohn und lernte viel – auch über mich, meine Wünsche und Vorstellungen. Ich wollte kreativer arbeiten, nicht nur Beautyschminken für die Kamera.

Lehrjahre
Nach acht Jahren Film und Fernsehen entschied ich mich noch mal von vorn anzufangen und begann eine Ausbildung zur Maskenbildnerin am Theater – mit 28 Jahren. Die Arbeit dort war anders – kreativer und fordernder. Das gefiel mir gut. Die Arbeitszeiten allerdings waren gewöhnungsbedürftig und nicht familienfreundlich.

Im Arbeitsalltag angekommen
Mittlerweile arbeite ich fest am Theater. Ich habe eine 35-Stunden-Woche und kann mir die Zeit selbst einteilen. Natürlich muss ich oft abends arbeiten, aber das Theater geht auf meine Bedürfnisse ein und lässt mir viel Freiraum. Mein Beruf hat Facetten, die ich liebe, wie den kreativen Formenbau für Gesichtsteile und solche, die ich in Kauf nehme, wie stundenlanges Knüpfen von Perücken. Ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. Bei Film und Fernsehen gäbe es sicher bessere Verdienstmöglichkeiten und der finanzielle Rahmen für Anschaffungen ist größer. Das Theater passt trotzdem besser zu mir.

Die Arbeit empfinde ich als kreativer und ein zentraler Arbeitsort mit einem festen Team ist für mich viel mehr wert.

 

 
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