A wie Anfänger: Typische Fehler beim Ausbildungsstart

Typische Fehler beim Ausbildungsstart

A wie Anfänger: Typische Fehler beim Ausbildungsstart

A wie Anfänger: Typische Fehler beim Ausbildungsstart

Ausbildungs-Anfänger-ABC
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Wer eine Ausbildung oder einen neuen Job anfängt, ist aufgeregt und macht Fehler. bigKARRIERE hat sich umgehört und gefragt: Was sind eigentlich typische Anfangsschwierigkeiten und worüber beklagen sich Firmenchefs?

Aus sicherer Quelle
Das Beratungsunternehmen Mc Kinsey hat diese Frage gleich durch Europa gerufen und aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Portugal, Schweden und Spanien Antworten bekommen. Die Ergebnisse ähneln sich. Für Deutschland kam heraus, dass sich jeder vierte Arbeitgeber über fehlende Qualifikation bei den Berufsanfängern beklagt. Weiterhin mangelt es an praktischen Erfahrungen und der nötigen Arbeitsmoral. Auf der Seite der Auszubildenden gibt es ebenfalls Kritik. Nur jeder dritte würde nochmal den gleichen Weg gehen.

Eine Mängelliste
Wir von bigKARRIERE stehen natürlich ebenfalls in regem Kontakt mit Arbeitgebern und Ausbildern und auch uns sind ähnliche Aussagen zu Ohren gekommen. Geklagt wird über:
 

  • Unpünktlichkeit (außer beim Feierabend)
  • fehlende Disziplin
  • mangelnder Respekt gegenüber Vorgesetzten
  • Schwierigkeiten Kritik anzunehmen
  • fehlende Belastbarkeit
  • kein Wille zu schwerer oder stressiger Arbeit
  • unentschuldigte Fehlzeiten
  • häufige Krankmeldungen
  • Ausreden bei Fehlern
  • Smartphone-Sucht
  • schlechte Allgemeinbildung
  • Schwierigkeiten eigenständig zu arbeiten und Lösungen zu finden
  • wenig Interesse und Engagement
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Diese Liste gibt natürlich nur einen kleinen Einblick in die Köpfe der Ausbilder. Die Mehrheit von ihnen weiß, dass es immer schwierig für Berufsanfänger ist, sich in die neue Situation einzufinden. Der Wechsel von der Schulbank in die Arbeitswelt fällt schwer.

Auch fehlende Qualifikation lässt sich ausbügeln – dazu ist die Ausbildung ja da. Das Grundproblem liegt allerdings in der Vorstellung, die Anfänger vom Beruf und der Arbeitswelt haben – natürlich gibt es endlich Bares aber im Gegenzug heißt es eben auch früh aufstehen und spät nach Hause kommen.

Raus aus der Misere
Beide Seiten müssen aktiv werden, um die Situation zu entschärfen. Berufsanfänger sollten Informationsveranstaltungen von Unternehmen nutzen, sich beraten lassen und intensiv informieren.

Auch Praktika in verschiedenen Bereichen helfen bei der Entscheidungsfindung und bereichern den Erfahrungsschatz. Die Ausbildungsbetriebe sollten dagegen ihre Türen weit öffnen, den Kontakt zu Schulen suchen und Berufsanfänger nicht überfordern.

Caroline Vogt, 18.04.2014
 
 
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