Psychologische Tests gibt es in zahlreichen Varianten.

Ein Überblick.

Foto: scott graham / unsplash
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Psychologischer Test – so manch einer bekommt allein bei der Vorstellung davon, dass er während des Bewerbungsverfahrens irgendwelche Psychotests absolvieren muss, feuchte Hände. Hierzulande sind psychologische Tests auch noch nicht so weit verbreitet. In vielen anderen Ländern – beispielsweise in den USA – gehört ein psychologischer Test ganz selbstverständlich zum Einstellungsverfahren dazu. In vielen Fällen sind Psychotests lange nicht so dramatisch wie man sich das vorstellt. Psychologische Tests gibt es mittlerweile in zahlreichen Varianten. Was es mit diesen Psychotests auf sich hat und wie ihr euch darauf vorbereiten könnt, erfahrt ihr hier.

Psychologischer Test – was ist das eigentlich genau?

Ein psychologischer Test dient dazu, bestimmte psychologische Eigenschaften zu erfassen. Dabei können psychologische Tests beispielsweise zur Erfassung der Intelligenz, der Stressresistenz und der Kommunikationsfähigkeit eines Menschen genutzt werden. Die Ergebnisse der psychologischen Tests werden für die Erstellung von Gutachten und Profilen der Bewerber eingesetzt und können Aufschluss darüber geben, ob sich ein Bewerber für die jeweilige Stelle eignet. Das Ziel solcher psychologischer Tests besteht darin, möglichst objektiv die besten Bewerber für die jeweilige Stelle zu finden. In einigen Branchen – wie beispielsweise bei der Polizei - ist ein berufspsychologischer Test üblich.

Psychologischer Test gibt es in zahlreichen Varianten. Ein Überblick. Foto: bruce mars / unsplash

Psychologischer Test gibt es in zahlreichen Varianten. Ein Überblick. Foto: bruce mars / unsplash

Psychologischer Eignungstest – welches Ziel wird damit verfolgt?

Ein psychologischer Eignungstest kann Teil des Auswahlverfahrens bei Bewerbungsverfahren sein. Wenn ein potenzieller Arbeitgeber einen psychologischen Test durchführt, dann möchte er mehr über euch erfahren. Er möchte nicht nur wissen, welche fachlichen Qualifikationen ihr mitbringt, er möchte nicht nur eure Zeugnisse und euren Lebenslauf sehen, er möchte auch wissen, wie ihr tickt. Ein psychologischer Test hat bestimmte Kategorien, die bei der Auswahl eines passenden Bewerbers besonders im Fokus stehen. Zu diesen Kategorien zählen in der Regel:

  • Leistungsbereitschaft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfähigkeit
  • Emotionale Stabilität

Ihr müsst möglicherweise Sätze formulieren, die so anfangen:

  • Ich freue mich über...
  • Früher war ich...heute bin ich...
  • Es fällt mir schwer, dass...
  • Ich fürchte, dass...
  • Ich mag es gar nicht, wenn...
  • Ich hoffe, dass...

Wenn ihr solche Sätze vollenden sollt, geht es darum, diese möglichst so zu formulieren, dass diese einem potenziellen Arbeitgeber gefallen und gleichzeitig solltet ihr dabei ehrlich und authentisch bleiben. Mit "Ich mag es gar nicht, wenn mein Lieblingseis ausverkauft ist" bringt ihr euch sehr wahrscheinlich nicht in die richtige Position. Besser ihr überlegt bereits vorab, welche Antworten auf solche Fragen für euren zukünftigen Arbeitgeber relevant sein könnten. Im Idealfall formuliert ihr eure Antworten nicht zu extrem. Ein psychologischer Test kann euch auch in Form eines Biografie-Fragebogens begegnen. In diesem Fall wechseln sich Fragen zu eurer bisherigen Laufbahn mit Fragen zu eurer Persönlichkeit und zu euren Zielen ab. Bei vielen Psychotests könnt ihr vorab erkennen, worauf diese abzielen. Manch ein psychologischer Eignungstest möchte erfassen, wie viel Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft in euch steckt. Möchtet ihr im medizinischen oder sozialen Bereich tätig werden, sind solche Eigenschaften sicherlich gefragt. Möchtet ihr die Führung im oberen Management übernehmen, sollten eure Antworten zeigen, dass ihr ehrgeizig und motiviert seid.

Psychologischer Eignungstest – wer sollte sich darauf vorbereiten?

Grundsätzlich steht es jedem Unternehmen frei, das Auswahlverfahren für die Bewerber selbst zu gestalten. Ein psychologischer Test kann Teil dieses Auswahlverfahrens sein. Es gibt jedoch einige Berufsgruppen beziehungsweise Berufe, in denen es auf die psychologische Konstitution ganz besonders ankommt. Das gilt vor allem für Berufe, in denen Menschen Umgang mit anderen Menschen haben. Kommt es nicht nur auf das eigene Wohl und den Erfolg des Unternehmens an, dann muss die psychologische Verfassung zum Beruf passen. Ein psychologischer Test kann euch begegnen, wenn ihr euch für folgende Berufsgruppen interessiert:

  • Bildungs- und Betreuungspersonal (Heilerziehungspfleger, Erzieher und Erzieherinnen und viele mehr)
  • Medizinische Bereiche (Gesundheits- und Krankenpfleger, Ärzte, Altenpflege usw.)
  • Tätigkeiten im sozialen Bereich (pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter usw.)
  • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Polizisten usw.)

Wichtig zu wissen: Ein berufspsychologischer Test kann auch von der Bundesagentur für Arbeit vorgenommen werden. Dieser dient in erster Linie der beruflichen Orientierung und soll dabei helfen, dass Interessenten die passende Ausbildung beziehungsweise das passende Studienfeld finden.

Fazit

Ein berufspsychologischer Test sollte euch nicht schon vor dem Auswahlverfahren in die Flucht schlagen. Ihr könnt solche Psychotests angehen wie andere Bestandteile des Auswahlverfahrens auch. Ein psychologischer Test soll zeigen, welche persönlichen Eigenschaften potenzielle Arbeitgeber erwarten dürfen. Seid ihr teamfähig, belastbar, hilfsbereit, ehrgeizig? Auf einen psychologischen Test könnt ihr euch genauso vorbereiten wie auf ein Jobinterview. Ihr denkt über mögliche Testfragen nach, absolviert Probetests im Internet und bereitet euch gezielt auf Fragen vor, die für euer Wunschunternehmen relevant sein könnten. Somit seid ihr bestens vorbereitet.

 

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