Bye bye, alter Job! Keine Patzer beim Abschiednehmen

Auf wiedersehen

Bye bye, alter Job! Keine Patzer beim Abschiednehmen
Tschüss, alter Job, ich bin dann mal weg! Auch wenn ihr vor Freude ganz euphorisch seid, solltet ihr bis zum Schluss engagiert und professionell bleiben.
© Dario Lo Presti – Fotolia.com

Ob nach der Ausbildung oder bei eurem ersten „richtigen“ Job: Irgendwann kommt die Zeit, in der ihr euch weiterentwickeln wollt. Den neuen Job bei eurem Traumarbeitgeber habt ihr bereits in der Tasche? Super! Dann ist ein großer Schritt für euch schon geschafft! Jetzt geht’s ans Abschiednehmen. Klar, dass ihr da ein wenig unsicher seid. Wie sollt ihr es eurem Chef und den Kollegen sagen? Wie werden sie reagieren?

Rückt auf jeden Fall so früh wie möglich mit der Sprache heraus. Immerhin muss noch euer Nachfolger gefunden und eingearbeitet werden. Euer Chef sollte natürlich der erste sein, der von eurer Entscheidung erfährt. Deswegen solltet ihr euch Facebook-Posts mit „Time to say goodbye“ lieber verkneifen. Ein schlechtes Gewissen müsst ihr aber nicht haben, auch nicht wenn ihr wegen des Vorstellungsgesprächs geschwindelt und einen Arzttermin vorgeschoben habt. Wenn ihr euch jetzt fair und professionell verhaltet, kann euer Vorgesetzter euch nichts vorwerfen.

Erst wenn euer Chef Bescheid weiß, solltet ihr es euren Kollegen sagen. Einen Teil davon wird sicher der Flurfunk übernehmen, aber einige engere Mitarbeiter freuen sich, wenn sie von euch persönlich eingeweiht werden. Die meisten werden sich für euch freuen, aber gerade Kollegen, die selbst unzufrieden sind und den Absprung nicht schaffen, könnten auch empfindlich reagieren. Bleibt in so einem Fall kühl und sachlich und spart euch Lästereien.

Drei Monate Kündigungsfrist hören sich erst einmal viel an, doch zieht ihr Resturlaub und Überstunden ab, bleibt oft nicht mehr viel Zeit. Kündigt rechtzeitig an, dass ihr ein Zeugnis als Referenz wünscht, und prüft, ob es wirklich positiv formuliert ist. Kündigt eure Newsletter, die ihr abonniert habt und fertigt eine Liste aller Projekte an, an denen ihr zurzeit arbeitet. Listet auch den Stand und wichtige Ansprechpartner auf, damit euer Nachfolger sich besser zurechtfindet. Auf jeden Fall solltet ihr bis zum Ende engagiert mitarbeiten und nicht die Füße hochlegen, weil es euch ja alles bald nichts mehr angeht. Damit hinterlasst ihr einen guten Eindruck, und wer weiß? Vielleicht trefft ihr euren jetzigen Chef irgendwann in eurer beruflichen Laufbahn noch einmal wieder. Dann sollte er möglichst immer noch gut auf euch zu sprechen sein.

Wenn der große Tag dann gekommen ist, könnt ihr einen kleinen Umtrunk organisieren oder einen Kuchen mitbringen. Bedankt euch bei den Kollegen für die gute Zusammenarbeit und die aufregende Zeit, in der ihr viel gelernt habt und so gute Unterstützung hattet. Eine einstudierte Rede müsst ihr dafür nicht halten, zwei oder drei kurze Sätze reichen völlig aus. Räumt euren Arbeitsplatz ordentlich auf, bevor ihr geht, und übergebt wichtige Dokumente und Unterlagen an euren Nachfolger.

Gutes Benehmen und sicheres Auftreten helfen euch nicht nur beim Abschiednehmen von eurer alten Firma, sondern auch im neuen Job. Wenn ihr ein wenig unsicher seid, ob ihr wirklich professionell rüberkommt und alles richtig macht, können euch die Seminare „Business Knigge – professionell und sicher auftreten“ am 13. April an der Volkshochschule in Biberach und „Moderne Umgangsformen – Business Knigge 2013“ am 13. April an der Volkshochschule in Lingenheim ein paar Tipps geben.

Quelle: cosmopolitan.de

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