Zunge rein! Piercings und Tattoos am Arbeitsplatz

Manchmal ist weniger mehr.

Zunge rein! Piercings und Tattoos am Arbeitsplatz
In manchen Berufen müssen Tätowierungen versteckt werden. Sonst kann der Traumjob schnell wie eine Seifenblase zerplatzen.
© Benicce - Fotolia.com

Tattoos und Piercings liegen voll im Trend – doch wie kommt diese Körperkunst am Arbeitsplatz an? Auch wenn die Toleranz der Arbeitgeber immer mehr zunimmt, können Tätowierungen und Piercings im Arbeitsleben Probleme machen. Besonders, wenn es um Vorstellungsgespräche geht.

bigKARRIERE fasst euch die wichtigsten Punkte zu Tattoos und Piercings im Job zusammen.

1. Piercings und Tattoos sind grundsätzlich Privatsache und unterliegen ebenso wie die Bekleidung dem Persönlichkeitsrecht.

2. In bestimmten Berufsbranchen kann es aufgrund traditionell konservativer Einstellungen Einschränkungen kommen. Das betrifft Berufe mit Kundenverkehr wie Angestellte im Einzelhandel, Angestellte im Bankenwesen oder medizinisches Personal. Wer eine beratende Tätigkeit mit Kundenkontakt hat, muss sich an entsprechende Bekleidungsvorgaben des Vorgesetzten halten.

Diese Vorgaben sind zulässig, wenn sie dem Branchen- oder Verkaufskonzept des Unternehmens entsprechen. Das schließt das Entfernen von Piercings und das Verdecken von Tattoos während der Arbeitszeit ein.

3. In medizinischen und pflegerischen Berufen gelten bestimmte Hygienevorschriften, die zum Beispiel auch das Tragen von Ringen an den Händen untersagen. Für das Tragen von Ohrringen oder Piercings gibt es aber keine einheitlichen Regelungen. Das hängt von der Toleranz eures Arbeitgebers ab.

4. Bei Berufen im erzieherischen Bereich, besonders bei der Arbeit mit Kleinkindern oder im sportpädagogischen Bereich kann ein Piercing an Nase oder Lippe ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellen.

5. Wenn durch das Piercing die eigene Gesundheit nicht mehr gewährleistet ist, muss es entfernt oder zumindest durch ein Pflaster verklebt werden. Piercings wie auch Schmuck jeglicher Art kann sich zum Beispiel in Maschinen verhaken.

6. Piercings und Tattoos sind in folgenden Branchen unerwünscht: Dienstleistungsbereich, Gastronomie, Finanz- und Bankwesen, Schulwesen, Polizei, Kirche, Medizin und Pflege.

Anna-Sophie Klotz, 10.11.2013

Weiterführende Links