5 Neujahrsvorsätze für Studenten.

Haltet euch nicht daran!

Foto: siora photography / unsplash
Foto: siora photography / unsplash

2020 wird alles besser - habt ihr euch das fest vorgenommen? Ist bestimmt voll erst gemeint, doch viele eurer studentischen Ziele sind dafür gemacht, über Bord geworfen zu werden. Wetten? Wir verraten, warum es okay ist, wenn ihr eure Neujahrsvorsätze in der 2. Semesterwoche wieder vergesst.

Neujahrsvorsätze ohne Aussicht auf Erfolg

Wer über Weihnachten bei der Familie ist, muss viel von seinem Studium erzählen, denn Eltern und weitere Verwandte wollen wissen, wie es an der Hochschule läuft. Während man in die erwartungsvollen Gesichter der weihnachtlichen Runde blickt und vom Studentendasein erzählt, steigt in einem der Ehrgeiz hoch. "Wenn ich wieder an der Uni bin", denkt man, "leg ich richtig los". Oder: "Kommendes Semester strenge ich mich richtig an!" Aus diesen flüchtigen Gedanken sind schnell Neujahrsvorsätze gemacht, die nach dem Jahreswechsel mit euch zurück an die Uni reisen. Und dort treffen Wunschvorstellungen wieder auf die harte Realität. Welche Neujahrsvorsätze das nicht überleben:

 

5 Neujahrsvorsätze für Studenten. Haltet euch nicht daran! Foto: riccardo agostinelli / unsplash

5 Neujahrsvorsätze für Studenten. Haltet euch nicht daran! Foto: riccardo agostinelli / unsplash

 

Neujahrsvorsatz #1: Früh mit dem Lernen anfangen

Vor jeder Klausur wiederholt es sich, das Prokrastinationsspielchen. Anstatt zu lernen (er)findet ihr Ausreden, warum ihr nicht mit dem Lernen anfangen könnt. Essen einkaufen, Wäsche waschen, schlafen - alles ist wichtiger als Pauken. Zukünftig soll es anders, ja besser laufen. Der Vorsatz lautet, früh mit dem Lernen anzufangen und sich den typischen Lernstress der späten Klausurenphase zu sparen. Denn je früher man mit dem Lernen anfängt, desto höher die Chancen auf gute Noten und ausreichend Schlaf vor dem Klausurtermin.

Auf der anderen Seite sind es nicht Schlafmangel und Adrenalin, die euch lerntechnisch zu Höchstleistungen antreiben? Wer diesen produktiven Stress hasst, muss seinen inneren Schweinehund killen. Aber das Pendel so weit in die entgegengesetzte Richtung zu schwingen, ist eher unrealistisch. Als Profi-Prokrastinator werdet ihr wohl kaum durchhalten, ab Semesterbeginn wöchentlich zu lernen. Setzt euch realistischere Neujahrsvorsätze; zwei Tage oder zwei Wochen früher lernen als bisher wäre auch schon ein Gewinn!

Neujahrsvorsatz #2: Dinge nicht anhäufen lassen

Alter, das Uni leben ist viel stressiger, als es euch aus der Distanz der Weihnachtsferien scheint. Es werden sich haufenweise Dinge ansammeln, die später abgearbeitet werden müssen. Akzeptiert, dass ihr zwischen Bergen von Wäsche und Stapeln von Spaghetti-Tellern lernen müsst. Oder dass ihr an einem Wochenende zwei Hausarbeiten schreiben werdet. Akzeptieren entlastet und wirkt befreiend!

Neujahrsvorsatz #3: Ausgewogen Essen

Wieder einer dieser Neujahrsvorsätze, die viel zu ambitioniert formuliert sind. Wer nach Currywurst mit Pommes (dem angeblich beliebtesten Mensa-Gericht), Fertigpizza und Spaghetti aus dem Pappkarton plötzlich ausgewogen Essen will, ist doch zum Scheitern verdammt. Steckt euch realistischere Ziele: Drei Mal die Woche ausgewogener Essen. Das bietet Zeit zur Umgewöhnung und deutlich weniger Scheiter-Potenzial.

Neujahrsvorsatz #4: Abschlussarbeit rocken

Was man über das Studium hinweg schleifen ließ, kann auch die geilste Abschlussarbeit nicht mehr herausreißen. Glaubt ihr nicht? Lest mal in eurer Prüfungs- und Studiengangs Ordnung nach, wie viel Prozent der Abschlussnote so eine Bachelor- oder Masterarbeit ausmacht. Genau: Verblüffend wenig, denn üblich sind 12 bis 25 ECTS für die Thesis. Selbst bei vierfacher Gewichtung überschaubar im Vergleich zu den Punkten aus den Modulen. Den Neujahrsvorsatz, euch richtig in die Arbeit zu knien und die Abschlussarbeit zu rocken, könnt ihr deshalb getrost über Bord werfen und auch bei der Abschlussarbeit auf eure bewährte Strategie des späten Schnellschreibens setzen.

Neujahrsvorsatz #5: Karriereplanung machen

Irgendwie studiert ihr so vor euch hin und habt keinen Plan, wie es nach dem Abschluss weitergehen soll? Keep calm an study on! Der richtige Karriereweg wird sich euch bei Zeiten erschließen. Je mehr Dinge ihr lernt und ausprobiert (Stichwort: Praktika und Nebenjobs), desto eher bekommt ihr eine Idee davon, was ihr wollt und was nicht. Dieser praktische Ansatz führt eher zum Erfolg als irgendwelche Neujahrsvorsätze zur theoretischen Karriereplanung.

Fazit

Weil die meisten studentischen Neujahrsvorsätze viel zu ambitioniert, unkonkret und von der derzeitigen Realität entfernt angesetzt werden, hält sie kein Student ein. Ganz im Gegenteil, die Vorsätze erzeugen nur unnötig Druck und sorgen bei Nichteinhaltung für ein schlechtes Gewissen. Werft sie direkt und ohne Gewissensbisse über Bord!

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