Achtsamkeit ist die Kunst, ganz präsent im Augenblick zu sein

privat & beruflich.

Foto: darius bashar / unsplash
Foto: darius bashar / unsplash

Egal, ob beruflicher oder privater Alltag, das Leben wird immer komplexer. Wir leben in einer Zeit des ständigen Wandels. Was heute noch gilt, kann morgen schon überholt sein. Das gilt für den Job und das Privatleben. Die ständige Erreichbarkeit dank Smartphone macht es auch nicht besser. Durch Smartphone und Tablet sind wir jedoch nicht nur ständig erreichbar, wir werden auch dauernd abgelenkt. Die modernen Medien bieten viel Raum für Zerstreuung und wenig für echte Konzentration. Wir hüpfen von einer Plattform zur nächsten und saugen uns mit Informationen voll, die für unseren Beruf oder unseren Alltag häufig irrelevant sind. In der Zeit der schnellen Veränderungen sehnen sich viele Menschen daher nach mehr Ruhe, Gelassenheit und Entschleunigung. Trotz aller scheinbar widrigen Umstände können wir lernen, mehr im Hier und Jetzt zu leben. Achtsamkeit heißt das Zauberwort.

Was ist Achtsamkeit eigentlich?

Bei Achtsamkeit geht es um eine bewusste Haltung, die durch eine erhöhte Aufmerksamkeit für das, was ihr gerade tut, geprägt ist. Das heißt, ihr nehmt den jeweiligen Moment bewusst wahr. Ihr konzentriert euch auf das, was gerade ist und das, was ihr gerade tut. Achtsamkeit bedeutet jedoch noch mehr. Ihr nehmt den Moment bewusst wahr, ohne diesen zu bewerten. Ihr urteilt nicht, ihr interpretiert nicht. Ihr beobachtet alles neutral. Heute geht es vielen Menschen so, dass sie zwar gerade mit einer bestimmten Tätigkeit beschäftigt sind, sich gedanklich aber bereits in der Zukunft befinden. Ihr lernt gerade für eine Prüfung, seid aber gedanklich schon bei dem für heute Abend verabredeten Kinobesuch. Ihr hetzt von einem Termin zum nächsten und hakt in Gedanken ständig To-do-Listen ab. Entweder seid ihr mit euren Gedanken ständig in der Zukunft oder ihr schweift in die Vergangenheit ab. Ihr denkt über den Streit aus letzter Woche nach oder über die verpatzte Prüfung. Ihr seid mit euren Gedanken überall, nur nicht bei dem, was ihr gerade tut. Wer lernt, seine Gedanken mehr auf den Moment zu fokussieren und diesen bewusst zu erleben, tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Ihr fördert damit euer inneres Gleichgewicht.

 

Achtsamkeit ist die Kunst, ganz präsent im Augenblick zu sein – privat & beruflich / Foto: achtsamkeit lesly juarez / unsplash

Achtsamkeit ist die Kunst, ganz präsent im Augenblick zu sein – privat & beruflich / Foto: achtsamkeit lesly juarez / unsplash

Achtsamkeit trainieren – welche Vorteile habe ich dadurch?

Durch mehr Achtsamkeit im Alltag lernt ihr mehr über eure Stärken und Schwächen und stärkt euer Selbstbewusstsein. Mittlerweile sind viele Wissenschaftler von der positiven Wirkung des Achtsamkeitstrainings überzeugt und es wird sogar zur Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eingesetzt. Folgende Vorteile kann das Achtsamkeitstraining für euch haben:

  • Ihr unterstützt eure psychische Gesundheit
  • Ihr werdet stressresistenter
  • Ihr steigert eure Konzentrationsfähigkeit und werdet offener
  • Sorgen treten in den Hintergrund
  • Eure Gedanken werden positiver
  • Ihr fördert eure Geduld

 

Achtsamkeit zur Stressbewältigung

Gerade im Job kann es manchmal hoch hergehen. Die Emotionen schaukeln sich auf, wir fühlen uns ungerecht behandelt oder von den hohen Anforderungen überfordert. Der Stapel auf dem Schreibtisch wird immer höher, wir machen Überstunden und dennoch reicht die Zeit nicht aus. Allerdings ist es gerade in Zeiten, in denen der Stresspegel nach oben schnellt, besonders wichtig, im Hier und Jetzt zu sein und sich Klarheit über sich selbst zu verschaffen. Steht ein wichtiges Projekt kurz vor dem Aus, fühlen wir uns provoziert oder ist unser Arbeitsplatz bedroht, verfallen wir schnell in alte Verhaltensmuster und neigen dazu, die Situation nicht nüchtern und sachlich zu betrachten. Wir handeln dann vielleicht nicht so, wie wir uns das eigentlich wünschen und schnell gerät eine Situation aus dem Ruder. Vielleicht hätten wir mit mehr Besonnenheit reagiert, hätten die Emotionen unser Mitgefühl und unsere Gelassenheit nicht beeinträchtigt. Im Job kann es eine große Ressource sein, wenn ihr auch unter Stress achtsam, gelassen und besonnen handeln könnt.

Für wen eignet sich Achtsamkeitstraining?

Im Grunde eignet sich Achtsamkeitstraining für jeden Menschen. Es ist nie verkehrt, Stress zu reduzieren und mehr im Hier und Jetzt zu sein. Doch es gibt einige Menschen, für die ein spezielles Achtsamkeitstraining ganz besonders geeignet ist. Ihr solltet mehr Achtsamkeit in euren beruflichen und privaten Alltag integrieren, wenn ihr:

  • Euch häufig nervös fühlt und Nervosität abbauen möchtet
  • Euch privat oder beruflich gestresst fühlt
  • Euch antriebslos und energielos fühlt
  • Einem Burnout vorbeugen möchtet
  • Eure Konzentrationsfähigkeit stärken möchtet
  • Euch mehr Selbstvertrauen wünscht
  • Unter einer chronischen oder psychosomatischen Erkrankung leidet

Natürlich stellt auch Achtsamkeitstraining keinen Ersatz für den Besuch beim Arzt oder Psychotherapeuten dar. Dieses Training dient lediglich der Verbesserung der Stressbewältigung. Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen solltet ihr euch an einen Arzt oder Psychotherapeuten wenden.

Fazit

Sich in Achtsamkeit zu üben ist eine wunderbare Möglichkeit, um den Herausforderungen des beruflichen und privaten Alltags gelassener zu begegnen. Ihr lernt im Hier und Jetzt zu sein und eure Umgebung bewusst wahrzunehmen. Jede Handlung, jede Tätigkeit bekommt eine ganz neue Qualität, wenn ihr euch darauf konzentriert. Stressige Situationen können durch achtsames Leben besser bewältigt werden. Viele, die sich mit Achtsamkeitstraining beschäftigen, berichten, dass sie sich dadurch ausgeglichener, zufriedener und glücklicher fühlen. Wenn ihr euch häufig gestresst und überfordert fühlt, ist Achtsamkeitstraining auf jeden Fall einen Versuch wert.

 

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