Berufseinstieg in Corona-Zeiten?

Tipps, wenn’s mal länger dauert

Foto: saulo mohana / unsplash
Foto: saulo mohana / unsplash

Das Coronavirus hat unseren Alltag gründlich auf den Kopf gestellt und auch in der Arbeitswelt herrscht derzeit dicke Luft. Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit, müssen Leute entlassen oder bereiten sich sogar auf die Insolvenz beziehungsweise die komplette Schließung vor. Der Berufseinstieg kann durch Corona deutlich erschwert werden. Vielleicht seht ihr angesichts der aktuellen Lage derzeit schwarz für euren Berufseinstieg? Oder ihr lasst euch auch jetzt nicht aus der Ruhe bringen und bewerbt euch weiterhin? Was als Berufseinsteiger auf euch zukommen kann, und wie ihr eventuelle Lücken füllen könnt, verraten wir euch hier.

Berufseinstieg in der Corona-Pandemie – nichts läuft wie geplant

Wenn ihr in den letzten Wochen und Monaten in den letzten Zügen des Studiums wart, hat euch die Corona-Pandemie wahrscheinlich hart getroffen. Vorlesungen fanden gar nicht statt oder wurden irgendwie online durchgeführt. Prüfungen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben oder gleich in ein späteres Semester verlegt. Die Studienzeit kann sich verlängern und die große Ungewissheit macht den ganzen Prüfungsstress auch nicht gerade einfacher. In vielerlei Hinsicht sind gerade starke Nerven gefragt. Vielleicht hattet ihr nach dem Studium ein Praktikum, ein Volontariat oder einen Auslandsaufenthalt geplant? Vielleicht wolltet ihr auf Weltreise gehen, euch im Ausland bewerben oder bei einem sozialen Projekt dabei sein? Egal, welche Pläne ihr hattet, Corona hat vielen die Suppe gründlich versalzen. Nichts läuft mehr wie geplant. Aber den Kopf in den Sand stecken dürft ihr jetzt auch nicht. Denn zum einen hilft euch das bei der Jobsuche nicht weiter und zum anderen sind Krisen immer auch eine Chance.

Berufseinstieg in Corona-Zeiten? Tipps, wenn’s mal länger dauert / Foto: dayne topkin / unsplash

Berufseinstieg in Corona-Zeiten? Tipps, wenn’s mal länger dauert / Foto: dayne topkin / unsplash

Berufseinstieg wird durch Corona erschwert

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich der Berufseinstieg in Krisenzeiten schwierig gestalten kann. Oftmals verdienen Berufseinsteiger in Krisenzeiten weniger. Sie müssen Jobs annehmen, die nicht zu 100 Prozent zu ihnen passen und verkaufen sich möglicherweise unter Wert. Der anfänglich geringere Verdienst kann dazu führen, dass später auch die Rente geringer ausfällt. Möchte man in Krisenzeiten ins Berufsleben starten, kann sich dies also auf das gesamte Arbeitsleben auswirken. Die gute Nachricht ist allerdings, dass viele Berufseinsteiger später den Job noch wechseln und sich dadurch besser positionieren können.

Berufseinstieg und Corona – wie könnten Lückenfüller aussehen?

Lückenfüller ist nicht gerade ein besonders positiv besetzter Begriff. Aber gerade wenn der Berufseinstieg zur Corona-Zeit stattfinden soll, bekommen Lückenfüller eine ganz neue Bedeutung. Früher galten Lücken im Lebenslauf als Unding. Wer eine Lücke im Lebenslauf hatte, wollte das möglichst verschweigen. Irgendwann wurden Lücken im Lebenslauf dann salonfähig. Will heißen, wenn die Lücke mit interessanten Tätigkeiten wie humanitärer Arbeit in Afrika, einer Weltreise, einer Sprachreise, Praktika im Ausland oder der Pflege der Oma gefüllt war, kam man damit bei den Personalern häufig ganz gut weg. Durch Corona entsteht ebenfalls eine Lücke. Diese Lücke habt ihr jedoch gar nicht eingeplant. Trotzdem will diese Lücke jetzt möglichst sinnvoll gefüllt werden. Wenn ihr nach der Ausbildung oder dem Studium den Berufseinstieg durch Corona nicht direkt angehen könnt, dann entsteht automatisch eine Lücke. Was könnt ihr also tun, um diese Lücke möglichst so zu füllen, dass nicht nur euer Lebenslauf besser aussieht, sondern ihr auch davon profitiert? Folgende Tipps haben wir für euch:

  • Hängt an euer Bachelorstudium noch den Master dran
  • Macht eine Weiterbildung und bucht Webinare und Online-Kurse (ihr könnt euch beispielsweise in Informatik weiterbilden)
  • Startet einen Online-Shop mit selbst gemachten Kunstwerken oder Schmuckstücken
  • Baut eine Homepage für eure berufliche Zukunft
  • Überlegt, ob ihr selbstständig oder freiberuflich tätig werden könnt, und was ihr der Welt zu bieten habt
  • Bewerbt euch für die Obsternte oder das Spargelstechen
  • Gründet einen Einkaufsservice und kauft für Nachbarn und alle anderen ein, die aufgrund der Pandemie nicht mehr einkaufen gehen wollen oder können
  • Schließt euch mit anderen Absolventen zusammen und stellt ein Start-up auf die Beine

Keine Frage, wenn ihr euren Berufseinstieg in der Corona-Krise wagen müsst, ist das nicht besonders toll. Gar nichts zu tun und sich nicht zu bemühen, ist jedoch keine Alternative. Wie viele andere derzeit auch müsst ihr kreativ werden, mutig sein und eure Komfortzone hinter euch lassen.

Fazit

Der Berufseinstieg kann durch Corona deutlich erschwert werden. Insbesondere Branchen wie Gastronomie, Tourismus, Messebau, Veranstalter und Betriebe mit internationalen Lieferketten leiden besonders unter der Corona-Krise. Habt ihr euch auf einen dieser Bereiche spezialisiert, kann der Jobeinstieg auf unbestimmte Zeit verschoben sein. Ihr solltet dennoch nicht alles überstürzen. Lücken können sinnvoll gefüllt werden und es macht euch langfristig nicht glücklich, wenn ihr das erstbeste Jobangebot annehmt und euch möglicherweise komplett unter Wert verkauft. Seid kreativ und versucht trotz Krise den für euch besten Weg zu finden.

 

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