Cool bleiben in Krisenzeiten

Weisheit kommt vor Stress

Foto: eli defaria / unsplash
Foto: eli defaria / unsplash

Das Leben einmal um 180 Grad wenden und komplett auf den Kopf stellen? Darum haben wir nicht gebeten. Noch vor wenigen Wochen hätte niemand geglaubt, dass wir nicht mehr regelmäßig Gast im Kino oder unserem Lieblingsrestaurant sein können. Wir hätten nicht geglaubt, dass massenhaft Kinder von der Schule zu Hause bleiben müssen und ihre Freunde nicht sehen können. Und wir hätten nicht geglaubt, dass Umarmungen plötzlich zu etwas potenziell Gefährlichem werden. Das Coronavirus hat unser Leben gründlich verändert und angesichts dieser Veränderungen fällt es oftmals schwer, gelassen zu bleiben. Doch Gelassenheit in der Krise könnt ihr lernen.

Gelassenheit in der Krise – Gefühle zulassen

Insbesondere zu Beginn einer Krise können die Emotionen uns kräftig durchschaukeln. Angst, Unsicherheit, Wut und Sorgen können uns komplett vereinnahmen. Doch es nützt nichts, wenn ihr diese Gefühle verdrängt und einfach ganz nach hinten in euer Unterbewusstsein schiebt. Macht euch bewusst, dass diese Gefühle in einer Krise ganz normal sind. Viele Menschen um euch herum haben jetzt ebenfalls Angst und sind unsicher. Wenn ihr Gelassenheit in der Krise bewahren möchtet, dann lasst diese Gefühle zu. Es kostet unnötig Kraft, Gefühle wegzudrücken. Ihr könnt sie stattdessen bewusst wahr- und annehmen. Und von euren Gefühlen lernen. Gefühle können uns schützen und uns auf gewisse Umstände aufmerksam machen. Das heißt, ihr könnt lernen, Gefühlen gelassen zu begegnen, indem ihr diese einfach zulasst, akzeptiert und aushaltet.

 

Cool bleiben in Krisenzeiten – Weisheit kommt vor Stress / Foto: woman holding gray ceramic mug

Cool bleiben in Krisenzeiten – Weisheit kommt vor Stress / Foto: woman holding gray ceramic mug

Mehr Gelassenheit in der Krise durch Entspannungstechniken

Wenn ihr euch nach mehr Gelassenheit in der Krise sehnt, beschäftigt euch mit Entspannungstechniken. Ihr könnt beispielsweise Dinge wie Yoga, Meditation, Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung in euren neuen Alltag einbauen. Ist euer Stresslevel besonders hoch, fällt es euch schwer in der Krise gelassen zu bleiben. Es ist daher sinnvoll, dem Stress mit Strategien wie Entspannungstechniken zu begegnen und so den Stresspegel etwas zu senken. Dabei solltet ihr beachten, dass Übungen zur Entspannung tatsächlich trainiert werden müssen. Ist die erste Runde Meditation oder Progressive Muskelentspannung noch nicht so förderlich für eure Entspannung, solltet ihr dennoch dranbleiben. Erst mit zunehmender Übung stellt sich der positive Effekt ein. Je geübter ihr in einer Entspannungstechnik seid, desto zuverlässiger könnt ihr damit einem hohen Stresspegel entgegenwirken.

Regelmäßig Pausen einlegen und Gelassenheit lernen

Ihr arbeitet im Home-Office, müsst nebenher die Kinder betreuen oder ihr habt jetzt in der Krise besonders viel zu tun? Vielleicht hat euer Unternehmen auch Kurzarbeit angemeldet und ihr wisst nicht, wie es mit euch beruflich weitergeht? Wir müssen in der Krise damit leben, dass die Zukunft unsicher ist und wir nicht wissen, was auf uns noch zukommt oder wie lange dieser Zustand dauert. Macht euch bewusst, dass es eine Illusion ist, Kontrolle über das Leben zu haben. Wir hatten diese Kontrolle noch nie. Versucht trotz aller Aufgaben, aller Sorgen und Ängste regelmäßig Pausen in euren Alltag einzubauen. Setzt euch mit einer Tasse Tee ins Freie, lest ein Buch, entspannt in der Badewanne oder sitzt einfach da und lauscht in die Stille. Kleine Auszeiten helfen euch, gelassen zu bleiben und das Gefühl für euren Körper und dessen Belastbarkeit nicht zu verlieren.

Sport und Bewegung in den Alltag einbauen

Sport und Bewegung sind eine gute Möglichkeit, um Gelassenheit in der Krise zu bewahren. So hilft euch Bewegung in der Krise:

  • Durch Sport könnt ihr Anspannung loswerden und euch auspowern
  • Ihr tut eurem Körper etwas Gutes und steigert euer Wohlbefinden
  • Durch Sport werden Stresshormone im Körper reduziert und ihr senkt so euren Stresspegel
  • Sport an der frischen Luft ist gut für die Gesundheit und das Immunsystem
  • Sport fördert euer Selbstbewusstsein und kann euch somit in unsicheren Zeiten stärken

Möchtet ihr Gelassenheit lernen, ist es empfehlenswert, regelmäßig Sport in euren Alltag einzubauen. Da man Sport in vielen Regionen trotz Kontaktbeschränkungen nach wie vor zu zweit machen darf, könnt ihr eure Walking- oder Joggingrunde auch mit einem Freund drehen und euch über Sorgen und Ängste austauschen.

Trotz Kontaktbeschränkung in Kontakt bleiben

Wir Menschen sind keine absoluten Einzelgänger, wir sehnen uns nach menschlicher Gesellschaft. In einem gewissen Rahmen ist das Zusammensein trotz Kontaktbeschränkung nach wie vor möglich. Informiert euch über die aktuellen Regelungen in eurem Bundesland. Häufig sind beispielsweise gemeinsame Spaziergänge erlaubt. Ansonsten bleiben euch auch Gespräche über das Handy oder den Computer. Sprecht mit Freunden und Familienmitgliedern über eure Sorgen und Ängste. Wie so oft gilt: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Gespräche mit anderen helfen euch auch dabei, zu einer klareren Wahrnehmung zu kommen.

Fazit

Gelassenheit zu lernen ist nicht nur jetzt in der Krise wichtig. Wenn ihr Gelassenheit in der Krise bewahren könnt, gelingt euch das auch zukünftig in vergleichsweise weniger belastenden Situationen. Sich jetzt mehr Gelassenheit in der Krise anzueignen, ist eine Investition in eure Zukunft.

 

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