Corona Learnings

unser Zwischenfazit zur Coronakrise

Foto: rodion kutsaev / unsplash
Foto: rodion kutsaev / unsplash

Heißt es nicht, dass man aus Krisen gestärkt hervorgeht und etwas Neues für das Leben lernt? Das Coronavirus beschert uns viele negative Dinge, aber was wir aus dieser weltweiten Krise lernen können, kann uns auch ein ganzes Stück weiterbringen. Der digitale Fortschritt wird vorangetrieben, der Zusammenhalt wird gefördert und wir sehen, dass sich die Natur erholt, wenn wir auf ein wenig Luxus verzichten. Auch nach der Corona-Krise dürfen einige Learnings gerne längerfristig anhalten.

Hygieneregeln gehen in Fleisch und Blut über

Das Coronavirus hat uns garantiert eines gezeigt: Richtiges Händewaschen dauert länger als viele von uns angenommen haben. Mindestens 20 Sekunden lang sollten wir unsere Hände waschen. Dabei gilt, dass wir diese zuerst gründlich nass machen, einseifen und von allen Seiten schrubben müssen. Die Seife muss auf dem Handrücken, den Fingern und zwischen den Fingern verteilt werden. Dann wird die Seife abgewaschen und die Hände werden gut abgetrocknet. Eine ordentliche Händehygiene sollte sowieso zu unserem Alltag gehören. Die Erkenntnis wie wir uns beim Händewaschen, Niesen und Husten richtig verhalten, darf gerne bleiben.

Unser Arbeitsleben wird sich verändern

Das Coronavirus hat den Alltag gründlich auf den Kopf gestellt. Aber nicht nur der private Alltag sieht in Zeiten der Corona-Pandemie vollkommen anders aus, auch der berufliche Alltag ist von Veränderungen betroffen. So mussten einige Unternehmen ihre Mitarbeiter ganz oder teilweise nach Hause schicken und Kurzarbeit anmelden. Viele Unternehmen haben sich dafür entschieden, ihre Mitarbeiter ins Home-Office zu versetzen. Konnten sich einige Branchen und Unternehmen lange Zeit nicht dazu durchringen, das Arbeiten im Home-Office zu ermöglichen, das Coronavirus hat diese Entwicklung beschleunigt. Und für viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer funktioniert das Home-Office besser als erwartet. In Zukunft können wir also davon ausgehen, dass das Arbeiten von zu Hause aus in vielen Bereichen erhalten bleibt. Auch Meetings werden zukünftig verstärkt online stattfinden. Wir haben gelernt, Konferenzen können auch digital abgehalten werden. Die richtige Technik dafür gibt es bereits und wir sparen Zeit und Geld, wenn wir nicht mehr jede Veranstaltung persönlich besuchen müssen.

Corona Learnings – unser Zwischenfazit zur Coronakrise / Foto: sandie clarke / unsplash

Corona Learnings – unser Zwischenfazit zur Coronakrise / Foto: sandie clarke / unsplash

Eltern und Familien – der Zusammenhalt wird gestärkt

Vielleicht eines der wichtigsten Learnings für Eltern während der Corona-Pandemie ist, dass sie keinesfalls perfekt sein müssen, um gute Eltern zu sein. Es ist normal, dass Familien Zeit brauchen, um einen neuen Alltag zu finden. Als Eltern dürft ihr jetzt neue Dinge ausprobieren, experimentieren und schauen was für euch und eure Kinder funktioniert. Nicht jede Familie ist gleich. Und auch wenn euch die Situation manchmal auf den Magen schlägt, auch bei Eltern dürfen Sorgen, Ängste, Traurigkeit und andere Gefühle aufkommen. Nehmt diese genauso an wie bei euren Kindern und steht diese Gefühle durch. Negative Gefühle gehen auch wieder weg und neue Zuversicht darf sich entwickeln. Während ihr mit Kindern bis zu einem Alter von 3 Jahren überhaupt nicht über das Coronavirus sprechen solltet, dürft ihr darüber mit den 3- bis 10-Jährigen sprechen. Hier ist es jedoch wichtig, immer ruhig, gelassen und zuversichtlich zu bleiben. Mit Kindern ab zehn Jahren könnt ihr reden wie mit Erwachsenen. Weitere Learnings in der Familie:

  • Neuen Tagesablauf schaffen
  • Neue Ressourcen entdecken
  • Neuer Zusammenhalt in der Familie
  • Es gibt mehr Zeit mit den Kindern und diese wird oftmals als besonders intensiv erlebt

Wir brauchen weniger und die Natur erholt sich

Das Coronavirus kann uns noch etwas beibringen und zwar sich auf das Wesentliche zu besinnen. Für viele war und ist es eine traurige Erkenntnis, dass Urlaube, wie wir sie noch aus dem letzten Jahr kennen, in diesem Jahr nicht stattfinden können. Schon die Osterferien konnten wir nicht für Städtetrips nach Rom oder Barcelona nutzen. Der Sommerurlaub in Übersee scheint auch ins Wasser zu fallen. Aber wir lernen, dass wir auch mit weniger zufrieden und vielleicht sogar glücklich sein können. Wir verbringen mehr Zeit draußen. Wir sind froh, dass es an vielen Orten noch möglich ist, im Park zu joggen und im Wald spazieren zu gehen. Wir pflanzen Gemüse in Gärten, auf Balkonen und Terrassen und erfreuen uns an den schönen Frühlingstagen. Vielleicht ist das eine wichtige Erkenntnis: Wir können auch mit weniger zufrieden sein und das nicht nur zu Zeiten des Coronavirus, sondern auch danach. Denn wir sehen, die Natur erholt sich gerade und scheinbar können wir doch etwas Entscheidendes für die Zukunft dieses Planeten tun: Zu Hause bleiben und es uns dort gemütlich machen.

Alleinsein kann eine Chance sein

Viele Menschen haben Angst davor, allein zu sein. Wir Menschen sind soziale, oftmals gesellige Wesen. Das heißt, wir suchen den Kontakt zu anderen. Das Coronavirus hat es geschafft, dass viele von uns viele Wochen allein zu Hause verbringen müssen. Doch das muss keine Horrorvorstellung sein, das kann auch eine Chance sein. Ihr begegnet euch selbst, lernt euch selbst besser kennen, lasst frühere Hobbys wieder aufleben und werdet kreativ. Eines der Learnings durch das Coronavirus kann sein, dass Alleinsein nicht gleichzusetzen ist mit Einsamkeit.

Fazit

Keine Frage, die Coronavirus-Pandemie ist eine große Belastung für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen. Und dennoch gibt es einige Dinge, die wir als Gesellschaft und als Einzelpersonen daraus lernen können.

 

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