Fridays for Future

Greta Thunberg gibt nicht auf

Bild Greta Thunberg gibt nicht auf

Die Fridays-for-Future-Bewegung feiert Einjähriges und Greta Thunberg macht weiter Schlagzeilen.
Wir beleuchten, was sich für Greta und Fridays for Future in den vergangenen sechs Monaten getan hat.

Vom Schulstreik zum Vollzeitaktivismus

Als die 16-jährige Greta vor gut einem Jahr anfing, freitags die Schule zu schwänzen, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen, ahnte niemand, welchen weltweiten Aktivismus das anstoßen würde. Heute kennt jeder den Namen Greta Thunberg, Hunderttausende gehen wöchentlich im Rahmen von Fridays for Future auf die Straße und beim zentralen Klimastreik im März und September versammelten sich weltweit Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Demo.

Greta besucht regelmäßig Proteste in verschiedenen europäischen Ländern, nimmt es aber immer öfter mit den wirklich mächtigen dieser Welt auf. Einer der wohl wichtigsten Termine: der UN Klimagipfel in New York City, USA. Den Atlantik überquerte Greta nicht per Flugzeug, sondern mit einer Segeljacht. Aufmerksamkeit hat die Aktion auf jeden Fall erregt, auch wenn die tatsächliche CO2-Bilanz nicht eindeutig ausfällt. Ihre emotionale Rede vor den Staats- und Regierungschefs in New York ging um die Welt und wurde vom britischen Musiker Fatboy Slim musikalisch verewigt. US-Präsident Donald Trump versuchte, sich über Greta lustig zu machen. Doch Greta schoss zurück und will mit dem Klimawandelleugner mit Föhnfrisur nicht reden. Für ihren Einsatz zum Schutz des Klimas erhielt die Klimaaktivistin kürzlich den alternativen Nobelpreis der schwedischen Right-Livelihood-Stiftung. Noch bis Herbst 2020 will Greta Thunberg für das Klima Vollgas geben, so lange setzt sie die Schule aus.

Währenddessen wächst die Fridays-for-Future-Bewegung. Immer mehr Jungendleiche, aber auch ihre Eltern und andere Erwachsene nehmen am Protest teil. Der nächste richtig große Termin ist der 29. November, dann wird wieder weltweit fürs Klima gestreikt.

 

Fridays for Future: Was ihr von Greta Thunberg lernen könnt / Foto: markus spiske / unsplash

Fridays for Future: Was ihr von Greta Thunberg lernen könnt / Foto: markus spiske / unsplash

Bilanz nach einem Jahr: Was Fridays for Future erreicht hat

Greta Thunberg kennt jeder, doch es gibt Hunderttausende weitere Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten, die in den vergangenen Monaten echt viel erreicht haben. Folgende vier Dinge wären ohne FFF nicht gelungen:

#1: Junge Menschen engagieren sich

Lange Zeit wurde Gen Z und Gen Y vorgeworfen, bequem und unpolitisch zu sein. Seit Fridays for Future ist klar: Scheiß auf die Komfortzone, fürs Klima geht es auch während der Ferien oder bei Regen auf die Straße! Sogar der zivile Ungehorsam erlebt ein Revival seit es die FFF-Bewegung und Extinction Rebellion gibt.

#2: Klimawandel ist Topthema

Vor Greta Thunberg und der Fridays-for-Future-Bewegung war das Klima-Thema beinahe ausgelutscht. Heute ist die Klimakrise in aller Munde, etliche Medien widmen sich dem Thema und es wird auch im Privaten engagiert diskutiert.

#3: Bewusstseinswandel beim Thema CO2-Fußabdruck

Die Aktivistinnen und Aktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung haben mehrheitlich ihren Lebensstil angepasst, um das Klima zu schützen. Beispielsweise indem sie kein oder kaum Fleisch essen und keine Flugreisen machen. Auch Greta Thunberg lebt vegan und verzichtet aufs Fliegen. Ihre Familie hat sie ebenfalls davon überzeugt. Alle FFF-Aktivistinnen und Aktivisten sind ebenfalls Multiplikatoren, die ihr Wissen in die Schulen und in die Familien tragen. Etwa 60 Prozent der Demoteilnehmer glauben, dass sie durch ihr Handeln zu einer Lösung beitragen können, zeigen Umfragen.

#4: Politiker wachgerüttelt

Wer heute bei FFF mitdemonstriert, darf oder wird bald wählen dürfen. Politiker können sich nicht leisten, die Forderungen der jungen Generation zu ignorieren und werden bei so viel Druck von unten endlich wirksame Klimaschutzmaßnahmen implementieren müssen.

Fazit: Was ihr von Greta Thunberg lernen könnt

Die größte Lektion, die ihr von Greta lernen könnt, ist, dass ein einzelner Mensch etwas erreichen kann. Auch wenn es sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht so angefühlt hat, als Greta einsam und mit einem schlichten Pappschild ausgestattet freitags vor dem schwedischen Parlament saß. Heute ist aus ihrem Protest die globale Fridays-for-Future-Bewegung erwachsen. Wie groß sie inzwischen ist, werden alle beim weltweiten Aktionstag am 29. November sehen. Ihr seid sicher mit Freunden und Familie auch dabei, oder? Allein sein, wie Greta damals, werdet ihr garantiert nicht!

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