Gangsta-Rap und Saxophon statt Pauken und Trompeten:

So wurde Konrad Birnbauer Produzent und Songwriter

Gangsta-Rap und Saxophon statt Pauken und Trompeten:
Mit zehn Jahren tauchte Konrad Birnbauer in die Welt der Musik ein.
Nadine Platzek-photocase

Ein Leben ohne Musik? Für Viele unvorstellbar - aber wie groß muss die Liebe sein, dass sich Einer kopfüber reinstürzt in die Welt der Klänge und daraus gleich einen Beruf macht? Der 30-jährige Konrad Birnbauer verrät bigKARRIERE die Antwort und plaudert aus dem Nähkästchen eines Produzenten und Songwriters.

Platten, Playlists, Produktionen
Ich war zehn Jahre alt als mir zwei Dinge den Zugang zur Musikwelt verschafften. Ich fing an Saxophon zu spielen und amerikanischen Gangsta-Rap zu hören.
Snoop Doggy Dogg's erstes Album erschien und ich war fasziniert, allerdings gar nicht so sehr vom Rap. Spannender fand ich das Drumherum, das Instrumental. Genauso ging es mir mit Dr. Dre. Plötzlich begriff ich, dass der auch produziert und  fing an, mich für die Hintergründe zu interessieren.

Auf dem Weg
Was ich in jungen Jahren feststellte, hat sich bestätigt - die Produzenten haben den größten Einfluss auf die Musik und für mich war klar, ich will mitmischen und beim kompletten Prozess dabei sein. Dafür brauchte ich Grundlagen und Kontakte. Nach meinem zweijährigen Saxophonstudium habe ich noch Tontechnik studiert. Mehrere Jahre Arbeit bei einer Plattenfirma haben mir die nötigen Einblicke verschafft.

Schon am Ziel?
Seit Juni 2012 bin ich selbständig, produziere eigene Sachen oder Tracks für Musikverleger. Ich bin nicht festgelegt, fühle mich aber noch immer in der Ecke zu Hause, die man landläufig 'Black Music' nennt.
Ich probiere viel aus, ähnlich wie beim Kochen. Das Grundrezept kenne ich aber die Zutaten variieren. Manchmal höre ich etwas, schnappe mir einen Teil davon und wandle ihn um oder ich übe Klavier, verspiele mich und daraus entwickelt sich etwas. Ich brauche irgendeinen Funken, der das Ganze entzündet. Ich ging einfach los und bin noch immer unterwegs. Meine nächsten Schritte kenne ich eigentlich nie aber immer die grobe Richtung.

 
Caroline Vogt, 15.02.2014

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