Hürden auf dem Weg ins Berufsleben erfolgreich meistern

Durchstarten!

Hürden auf dem Weg ins Berufsleben erfolgreich meistern
Damit ihr beim Berufseinstieg nicht gleich ausgebremst werdet, ist Offenheit für Nischenbranchen und Flexibilität gefragt.
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Aller Anfang ist schwer – das gilt generell im Leben, aber besonders beim Einstieg in das Berufsleben. Viele Absolventen wünschen sich nichts sehnlicher, als mit gesammeltem Erfahrungsschatz nach Ende ihrer Ausbildungs- oder Studienzeit endlich so richtig durchstarten zu können. Bestimmt habt ihr auch schon konkrete Pläne und Träume, wie eure berufliche  Zukunft aussehen soll.

Bevor ihr aber loslegen könnt, gilt es eine echte Hürde zu meistern: Denn den Einstieg in die Praxis ohne Praxiserfahrung zu meistern, das ist vielfach ein großes Problem. Mangelnde Berufserfahrung kann bei Absolventen von Ausbildungsgängen wie auch bei frisch gebackenen Akademikern zu einem Stolperstein, manchmal sogar zu einem Teufelskreis werden, der einfach ausgedrückt, so lautet: Ich finde keinen Job, weil ich keine Berufserfahrung habe, ich habe keine Berufserfahrung, weil ich keinen Job finde. Aber es gibt ein paar Wege aus dieser Abwärtsspirale, die ihr am besten direkt bei der Stellensuche berücksichtigen solltet.

Zieht einen möglichst weiten Suchradius bei eurer Stellensuche, wenn diese im direkten Umfeld erfolglos geblieben ist. Das kann zwar unter Umständen bedeuten, dass ihr aus der Heimat wegziehen müsst, aber ihr erhöht damit eure Jobchancen erheblich. Zudem habt ihr nach gelungenem Einstieg und gewonnener Berufserfahrung jederzeit gute Chancen, wieder in eure Lieblingsregion zurückzukehren. Sammelt, wenn möglich, bereits während der Schul-, Ausbildungs- oder Studienzeit Erfahrungen im Ausland, zum Beispiel über Praktika. Diese fördern nicht nur eure interkulturelle Kompetenz, Selbstständigkeit und Offenheit, sondern haben für Personaler in der Regel auch einen deutlich höheren Stellenwert als hiesige Praktika.

Rein in die Nischenmärkte: Strategisch ist es für euch am besten, wenn ihr euch auch in sogenannten Nischenmärkten bewerbt, eben dort, wo sich nicht schon Bewerbermassen tummeln. Versucht es also nicht nur bei großen Namen und in schillernden Branchen, sondern auch bei Mittelständlern auf der grünen Wiese. Diese sind häufig händeringend auf der Suche nach motiviertem und qualifiziertem Nachwuchs, auch wenn dieser noch keinen riesigen Erfahrungsschatz mitbringt. Bei vielen dieser „Hidden Champions“ erhaltet ihr hervorragende Einarbeitungsprogramme und eine individuelle Betreuung, da ihr eben nicht einer unter vielen seid.

Auch wenn die Zeitarbeit nicht den besten Ruf hat, ermöglicht sie doch einige Chancen, die ihr zumindest in Erwägung ziehen solltet: Ihr könnt auf diesem Weg wichtige Berufserfahrung sammeln und erhaltet bei guten Zeitarbeitsunternehmen auch eine entsprechend qualifizierte Vermittlung. Außerdem gibt es noch den „Klebeeffekt“, der zwar nicht so häufig vorkommt, aber dennoch die grundsätzliche Möglichkeit bietet, bei guten Leistungen übernommen zu werden. Auch erhaltet ihr Einblicke in zum Teil völlig unterschiedliche Branchen. Egal, welcher Weg am besten zu euch passt: Haltet in jedem Fall links und rechts die Augen auf, auf viele gute Ideen kommt man eben nicht sofort.

„Wege aus dem Teufelskreis“