„Ich bin bei den Profis“ – Der Sportphysiotherapeut beim Lieblingsverein

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„Ich bin bei den Profis“ – Der Sportphysiotherapeut beim Lieblingsverein
„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Talent und Leidenschaft wichtig sind.“
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Das Team vom Karlsruher SC besteht aus mehr als nur elf Freunden. Im Hintergrund arbeitet ein Team, ohne dass gute Spiele nicht möglich sind. Einer, ohne den auf dem Platz nichts geht, ist der 31-Jährige Clemens Vogt. bigKARRIERE verrät der Sportphysiotherapeut des KSC, wie er sein Talent entdeckt hat.

Sport frei!
Sport war schon immer meine Leidenschaft. Ich habe selbst lange Fußball gespielt. Der Gedanke, auch beruflich auf den Platz zu gehen, kam mir trotzdem nicht sofort. Was ich wusste war, dass meine Arbeit mir wirklich Spaß machen sollte. Ich wollte Abwechslung und neue Herausforderungen. 2006 habe ich meine Ausbildung zum Physiotherapeuten begonnen und wusste: Das ist mein Weg. Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind enorm und so habe ich durch Zusatzqualifikationen, wie Sportphysiotherapie, Kinesio-Tapeseminare, manuelle Therapie oder Krankengymnastik am Gerät mein Profil geschärft.

Vor dem Spiel ist nach dem Spiel
2009 war dann diese Stelle bei Trimedic in Karlsruhe ausgeschrieben, es wurde ein Sportphysiotherapeut gesucht - Betreuung einer Fußballmannschaft im Amateurbereich. Dass es sich um den KSC handelt, habe ich erst beim Vorstellungsgespräch erfahren.
Heute bin ich bei den Profis, betreue das Training, die Auswärts- und Heimspiele und kümmere mich um die Verletzten. Mein Verantwortungsbereich ist gewachsen. Ich außerdem zuständig für die Materialbestellung, Inventurpflege und Planung. Wann kommt ein Spieler in die Reha? Welche Medikamente benötigt er? All das gehört dazu – vor fünf Jahren hätte ich das alles nicht für möglich gehalten.

Zukunftsmusik
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Talent und Leidenschaft wichtig sind. Viele Dinge und Interessen ergeben sich erst im Laufe der Zeit. Bei mir ist es der Mensch, den ich als Ganzes begreifen will. Als Physiotherapeut weiß man viel, trotzdem gibt es viel zu lernen. Ich habe zusätzlich eine Heilpraktiker-Ausbildung gemacht. Außerdem studiere ich Osteopathie – das Konzept überzeugt mich und es bringt mir viel für meinen Beruf. Beim KSC möchte ich bleiben, ich fühle mich wohl mit dem Verein und vielleicht klappt es bald mit der ersten Liga.

Caroline Vogt, 18.04.2014

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