Klebeeffekt

Wie er dir deine Beförderung versaut

Foto: ilyuza mingazova / unsplash
Foto: ilyuza mingazova / unsplash

Lässt die Beförderung auf sich warten und eure Jobzufriedenheit sinkt ins Bodenlose? Wir zeigen, wie ihr wieder Motivation schöpfen und eurer Karriere einen Schub verpassen könnt!

Beförderung: Warum und wann es Zeit für den Aufstieg im Job ist

Berufliche Weiterentwicklung (aka Beförderung) und Zufriedenheit im Job sind Eckpfeiler einer gesunden Karriere. Fehlt es daran, leiden Motivation und Job-Performance. Um eine gesunde Karriere zu kultivieren, empfehlen Karriereberater zwei Zahlen zu beherzigen: drei Jahre und fünf Jahre.

Drei Jahre sind das zeitliche Minimum für ein Anstellungsverhältnis, um nicht als orientierungslose Jobhopper dazustehen. Verlasst ihr einen Posten nach weniger als drei Jahren, habt ihr zudem weniger Quantifizierbares vorzuweisen. Ein zu schneller Jobwechsel lässt sich noch verschmerzen. Werden schnelle Jobwechsel zur Gewohnheit, kann es eurer Karriere schaden und Beförderungen verhindern.

Fünf Jahre in einem Job gelten als allerhöchste Zeit, um eine berufliche Veränderung zu wagen. Sei es eine Beförderung, ein interner Jobwechsel mit größerem Wirkungsradius oder mehr Verantwortung oder ein Neuanfang bei einem anderen Unternehmen, nach fünf Jahren ist genau die richtige Zeit dafür. Bleibt ihr länger als fünf Jahre auf einer Position, könnte ein Klebeeffekt entstehen. Dieser Effekt bewirkt, dass euch fortan unterstellt wird, euch nicht ausreichend angestrengt oder weiterentwickelt zu haben, um befördert zu werden. Hängt euch dieser Ruf nach, rückt eine Beförderung in immer weitere Ferne.

Abfinden müsst ihr euch damit nicht. Ihr müsst diese Beurteilungsverzerrung nicht akzeptieren, könnt neue Motivation schöpfen und eurer Karriere auf die Sprünge helfen.

 

Klebeeffekt - Wie er dir deine Beförderung versaut / Foto: jeremy perkins / unsplash

Klebeeffekt - Wie er dir deine Beförderung versaut / Foto: jeremy perkins / unsplash

Tipps für die Beförderung

Tipp #1: Hört auf zu warten und werdet selbst aktiv

Wenn ihr in der Unternehmenshierarchie aufsteigen wollt, solltet ihr nicht passiv abwarten. Setzt euch die Beförderung als Ziel und arbeitet darauf hin. Bereits daraus, die Beförderung als Ziel zu definieren und euch einzelne Zwischenschritte zu überlegen, könnt ihr neue Motivation schöpfen.

Tipp #2: Sichert euch die Aufmerksamkeit von Vorgesetzten

Um bei der nächsten Beförderungsrunde überhaupt in Betracht gezogen zu werden, müssen eure Vorgesetzten euch auf dem Schirm haben. Zeigt Engagement und Eigeninitiative so oft ihr könnt. Positiv könnt ihr dadurch auffallen, dass ihr freiwillig zusätzliche Aufgaben übernehmt, nach Weiterbildungsmöglichkeiten fragt und regelmäßige Feedbackgespräche erbittet. So positioniert ihr euch als engagierte und lernwillige Mitarbeiter. Eine weitere Option ist es, Optimierungspotenzial aufzuzeigen. Denn Mitarbeiter, die zum Unternehmenserfolg beitragen, haben einen großen Mehrwert für jeden Arbeitgeber und werden eher befördert.

Tipp #3: Nutzt Meetings als Bühne

Für eine Beförderung spielen neben der Leistung auch die Selbstpräsentation und Soft Skills eine Rolle. Ohne zu übertreiben gilt es in Meetings fortan alles zu geben und eure Kompetenz, euer Kommunikationsgeschick und eure Kompromissfähigkeit unter Beweis zu stellen. Das positive Feedback von Kollegen und Vorgesetzten hilft euch, noch mehr Motivation zu schöpfen und die Jobzufriedenheit zu steigern.

Tipp #4: Zeigt, dass ihr den Job im Griff habt

Wer eine Beförderung anstrebt, sollte eine strukturierte und organisierte Arbeitsweise mitbringen. Achtet darauf, dass euer Arbeitsplatz immer aufgeräumt ist und ihr stets pünktlich seid. Bei der Entscheidung, wer die Beförderung bekommt, können solche Details eine Rolle spielen.

Tipp #5: Anpassungsfähigkeit und Flexibilität demonstrieren

Jede Führungsrolle verlangt, dass man auf Veränderungen schnell und sicher reagieren kann. Wenn ihr die Karriereleiter erklimmen wollt, tut ihr gut daran zu beweisen, dass ihr mit Herausforderungen, Problemen und Veränderungen gut umgehen könnt.

Diese Tipps helfen euch, im Job positiv aufzufallen, neue Motivation zu schöpfen und schließlich auch in der Hierarchie aufzusteigen. Wenn ihr denkt, dass ihr alle fünf Punkte umgesetzt habt, ist es Zeit, nach einer Beförderung zu fragen.

Fazit:

Der Klebeeffekt - oder anders ausgedrückt zu lange ohne berufliche Veränderung oder Beförderung verweilen - schadet eurer Karriere, wirkt demotivierend und macht unzufrieden. Ohne neue Impulse wird sich eure Situation allerdings nicht ändern. Wichtig ist daher, den beruflichen Aufstieg zum Ziel zu erklären, neue Motivation zu schöpfen und Schritt für Schritt auf euer Ziel hinzuarbeiten. Auf dem Weg wird euer frisches Engagement auf positives Feedback stoßen, was euch hilft, zusätzliche Motivation zu schöpfen.

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