Komfortzone verlassen?

Ein paar gute Gründe

Foto: byrd / unsplash
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Ihr bestellt beim Italiener immer das gleiche Gericht, setzt euch abends vor den Fernseher und schaltet eure Lieblingsserie ein und euren Kleidungsstil habt ihr auch längst gefunden – herzlich willkommen in eurer Komfortzone. Hier fühlt ihr euch wohl und sicher und Überraschungen gibt es selten bis niemals. Keine Frage, in der Komfortzone habt ihr es nett und bequem. Aber manchmal kann euch diese Bequemlichkeit zum Verhängnis werden. Nämlich dann, wenn ihr ein Ziel erreichen möchtet, für das ihr eure Komfortzone verlassen müsst. Es gibt jedoch Möglichkeiten wie ihr eure Komfortzone verlassen und Ideen unterschiedlichster Art umsetzen könnt. 

Komfortzone verlassen – warum sollte ich das tun?

Warum wollen wir die Komfortzone eigentlich nur so ungern verlassen? Wie es der Name schon vermuten lässt, ist es in dieser Zone sehr komfortabel und gemütlich. Hier kennen wir uns aus und fühlen uns sicher. In unserem Komfortbereich erwarten uns kaum Überraschungen oder unerwartete Ereignisse. Doch diese Bequemlichkeit hat auch ihren Preis. Wer seine Komfortzone nicht verlassen möchte:

  • Erlebt keine Überraschungen. Weder positive noch negative.
  • Kann kaum etwas Neues lernen. Im Komfortbereich ist alles schon bekannt.
  • Wird kaum Herausforderungen meistern müssen und kann sein Wachstumspotenzial nicht nutzen.
  • Wird selten Intensives fühlen. Die Gefühle plätschern nur so dahin. 

Natürlich hat unsere Komfortzone viele Vorteile. Hier greifen unsere gewohnten Strategien und wir wissen in der Regel, was uns erwartet. Wir erreichen unsere Ziele und müssen nicht intensiv über jede Handlung nachdenken. Der Energieverbrauch bleibt niedrig. Allerdings brauchen wir auch die Herausforderung, um uns weiterentwickeln und wachsen zu können. Ihr könnt euch natürlich dafür entscheiden, eure Komfortzone nicht zu verlassen. Dann bleibt euer Leben so wie es eben jetzt ist. Mit der Zeit erscheint euch das vielleicht zunehmend langweilig und ihr seid frustriert. Ihr lernt nichts Neues dazu und bleibt einfach stehen. Wenn ihr dagegen regelmäßig übt, eure Komfortzone zu verlassen, dann stärkt dies euer Selbstbewusstsein. Ihr merkt, zu was ihr eigentlich fähig seid. Ihr überwindet eure Ängste, werdet mutiger und entwickelt euch persönlich weiter. Die Komfortzone zu verlassen ist wichtig, wenn ihr erfolgreicher und glücklicher werden wollt. 

 

Komfortzone verlassen? Persönlichkeitsentwicklung geht am besten so / Foto: toa heftiba / unsplash

Komfortzone verlassen? Persönlichkeitsentwicklung geht am besten so / Foto: toa heftiba / unsplash

Komfortzone verlassen und Ideen umsetzen – so könnt ihr trainieren

Ihr möchtet wissen, wie ihr eure Komfortzone verlassen und Ideen verwirklichen könnt? Das Verlassen der Komfortzone gestaltet sich oftmals gar nicht so einfach. Schließlich fühlen wir uns hier wohl und könnten noch lange Zeit so leben. Ihr habt ein Ziel, das außerhalb eurer Komfortzone liegt? Dann könnt ihr euch Schritt für Schritt vorantasten mit folgenden Methoden:

Worst-Case-Szenario: Wenn ihr euch aus eurer Komfortzone herauswagt, was könnte im schlimmsten Fall passieren? Stellt euch das absolut schlimmste Ergebnis vor und fragt euch, ob davon wirklich die Welt untergehen würde. Sehr wahrscheinlich tritt der schlimmste Fall nicht ein. 

Best-Case-Szenario: Es kann nicht nur der schlimmste Fall eintreten. Wenn ihr etwas Neues probiert, kann es auch zum bestmöglichen Ergebnis kommen. Ist es dieses tolle Ereignis nicht wert, dass ihr über euren Schatten springt?

Belohnt euch selber: Manchmal ist es sinnvoll, sich selbst eine Belohnung in Aussicht zu stellen. Ihr dürft euch für euren Mut belohnen. Auch wenn am Ende nicht das gewünschte Ergebnis steht, dürft ihr die Belohnung einlösen. Immerhin habt ihr euch getraut.

Schreibt eure Gedanken nieder: Das Aufschreiben von Gedanken, die euch belasten, kann sehr hilfreich sein. Ihr könnt eure Gedanken so besser sortieren und oftmals hilft das Aufschreiben auch, diese loszulassen. 

Ein Schritt nach dem anderen: Ihr müsst nicht sofort in die Vollen gehen und eure Grenzen so weit ausdehnen, dass ihr euch bereits im Panikmodus befindet. Ein bisschen Unbehagen gehört dazu, aber ihr sollt euch nicht gleich überfordern. Besser: Geht Schritt für Schritt vor. Ihr könnt beispielsweise auch Zwischenziele formulieren und euer großes Ziel in viele kleine Zwischenschritte aufteilen. So kommen auch die Erfolgserlebnisse schneller und ihr bleibt motiviert. 

Im Übrigen merkt ihr dann, dass ihr gerade dabei seid, eure Komfortzone zu verlassen, wenn sich euer innerliches Warnsystem meldet. Ängste können ein guter Hinweis darauf sein, wann ihr kurz davor seid, etwas Neues zu tun und zu lernen. 

Fazit

Die Komfortzone ist nicht per se schlecht. In vielen Fällen ergibt es Sinn, sich möglichst lange in der Komfortzone aufzuhalten. Allerdings ist es nicht immer sinnvoll, im einmal geschaffenen Komfortbereich zu verweilen. Wenn ihr Ziele erreichen, euch weiterentwickeln und wachsen möchtet, dann müsst ihr eure Komfortzone immer wieder bewusst verlassen. Die Komfortzone zu verlassen bedeutet, dass ihr ein Ziel vor Augen habt und genau wisst, warum ihr gewisse Hindernisse jetzt überwinden müsst. Habt ihr das Verlassen der Komfortzone trainiert, gelingt euch das zukünftig immer leichter.

 

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