Mietpreisspiegel: Deutsche Studenten-Städte im Mietpreisvergleich

Was ist ein Mietpreisspiegel?

Bild Was ist ein Mietpreisspiegel?
Mietpreisspiegel: Deutsche Studenten-Städte im Mietpreisvergleich / Foto: michael afonso / unsplash

My rent is too damn high! Ihr glaubt für eure Studentenbude zu viel blechen zu müssen? Dann schaut euch mal an, was andere Studis so zahlen. Hier haben wir für euch die Mietpreisspiegel vieler deutscher Studenten-Städte zusammengetragen.

Was ist ein Mietpreisspiegel?

Der Mietpreisspiegel (üblicherweise Mietspiegel genannt) ist die Gesamtübersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnungen vergleichbarer Art, Ausstattung, Beschaffenheit, Größe und Lage. Der Mietspiegel wird in Kooperation von Mieter- und Vermieterverbänden erstellt und berücksichtigt nur Mieten, die in den vergangenen vier Jahren angepasst oder neu vereinbart wurden und keiner Preisbindung unterliegen. Nicht alle Gemeinden erstellen einen Mietpreisspiegel, da es keine Verpflichtung dafür gibt. In Berlin gelten hingegen zwei verschiedene Mietspiegel für Ost und West. Dort wo ein Mietspiegel besteht, wird er als Anhaltspunkt für Mieterhöhungen herangezogen.

Mietpreisspiegel: Deutsche Studenten-Städte im Mietpreisvergleich / Foto: michael afonso / unsplash

Mietpreisspiegel: Deutsche Studenten-Städte im Mietpreisvergleich / Foto: michael afonso / unsplash

So viel zahlen Studierende pro Stadt

Die Mieten steigen und der Preisboom trifft Studierende besonders stark. In vielen deutschen Studentenstädten sind mit dem Mietpreisspiegel auch die Mieten für Studentenwohnungen gestiegen. Der Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) entlarvt das Ausmaß: seit 2010 stiegen die Mieten für Studierende in Berlin um 67,3 Prozent. In München verzeichnete das IW im gleichen Zeitraum einen Mietanstieg von 51 Prozent. Und in Greifswald stiegen die Mieten seit 2010 um 9,8 Prozent. Trotz hohem Anstieg sind diese drei Hochschulstandorte aber nicht die teuersten Studentenstädte. Aber dazu gleich.

Warum der Mietpreisboom Studierende so stark trifft? Das zeigt ein Blick auf das durchschnittliche Studenten-Budget. Demnach haben Studierende derzeit rund 918 Euro im Monat zur Verfügung (Daten der 21. Sozialerhebung vom Sommer 2016 mit über 60.000 Studienteilnehmern). Seit 2012, dem Jahr der 20. Sozialerhebung, stieg das durchschnittliche Studenten-Budget weniger als der Mietspiegel, nämlich um neun Prozent von 842 Euro auf 918 Euro. Weil die Mieten in zahlreichen Studentenstädten so hoch sind, müssen bei vielen Studierenden bis zu zwei Drittel des Geldes für die eigenen vier Wände veranschlagt werden. 

Das teuerste Pflaster im Land liegt in Bayern. In München bezahlen Studierende mit 630 Euro deutschlandweit am meisten. In der bayrischen Metropole gibt es 15 Hochschulen und insgesamt über 100.000 Studierende. Der Markt ist daher hart umkämpft und der Mietpreisspiegel steigt stetig.

Die zweitteuerste Stadt für Studierende ist Frankfurt am Main. Hier kostet eine Studentenbude etwa 500 Euro monatlich. Rund 80.000 Studierende beherbergt die Finanzmetropole.

Bamberg, Heidelberg und Karlsruhe sind preiswerter. Dort liegen die Mieten bei rund 380 Euro bis 430 Euro.

Hamburg und Berlin gelten als absolute Studentenhochburgen und ziehen Studienanwärter aus dem ganzen Bundesgebiet an. Trotz des stetigen Zuzugs liegen die Mieten mit etwa 350 Euro noch nicht ganz so hoch, doch sie steigen.

Am anderen Ende des Spektrums tummeln sich vor allem Hochschulstandorte im Osten des Landes. Am günstigsten sind die Mieten für Studierende in Magdeburg. Dort liegt die Miete bei 200 Euro pro Monat. Mit unter 20.000 Studierenden bietet Magdeburg ein gutes und entspanntes Studentenleben.

Auch in Leipzig lässt sich während des Studiums günstig wohnen. Die Mieten liegen unter 300 Euro.

Im Nord-Osten locken vor allem Greifswald (210 Euro) und Kiel (290 Euro) mit günstigen Mieten.

Hinweis: Die genannten Preise für Studentenwohnungen richten sich nach Größe, Lage und Ausstattung. Verglichen wurden Wohnungen mit gleicher Größe (25 qm), ähnlicher Lage (nah an der Hochschule) und normaler Ausstattung. Wer karg wohnt, kann sparen. Wer höhere Ansprüche an die Wohnräume hat, wird auch an günstigen Hochschulstandorten mehr ausgeben müssen. 

 

Fazit

Zentral und bezahlbar lauten die wichtigsten Kriterien, wenn es um die Studentenbude geht. Doch der steigende Mietpreisspiegel trifft Studenten. In den beliebtesten Uni-Städten fragt man sich: wohnt ihr noch oder haust ihr schon? Damit euch die Miete nicht über den Kopf wächst, kann ein Standortwechsel in eine Studentenstadt mit weniger starkem Zulauf eine Überlegung wert sein. Beispiele dafür sind Regionen im Norden und Osten.

 

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