Mit der Loci-Methode zum Erfolg: Wie ihr euch Lerninhalte besser merkt

Was ist die Loci-Methode?

Bild Was ist die Loci-Methode?

Ihr müsst viel auswendig lernen und sucht nach einem Weg, um Wissen effektiver abspeichern zu können? Wir präsentieren: die Loci-Methode! Hier erfahrt ihr, wie die Lernmethode funktioniert.

Was ist die Loci-Methode?

Die Loci-Methode ist eine Mnemotechnik, die bereits die alten Griechen verwendet haben. Sie wird häufig von Gedächtnisweltmeistern benutzt und eignet sich sehr gut, um Dinge zu lernen, die in keinem logischen Zusammenhang zueinanderstehen und deshalb schwer zu behalten sind. Ob chemische Formeln, Definitionen, medizinische Fachbegriffe oder Vokabeln, die Loci-Methode funktioniert für viele Fächer in der Schule, Ausbildung und an der Uni. Vor allem, wenn ihr Begriffe in einer bestimmten Reihenfolge wiedergeben müsst, ist diese Methode zu empfehlen.

Bei der Loci-Technik wird eine bekannte Route, wie der Weg zur Schule oder durchs eigene Zimmer, verwendet. Auch der Weg entlang des Körpers ist geeignet. Die dabei auftauchenden Ankerpunkte werden mit den zu lernenden Begriffen verknüpft. Daher auch der Name der Methode: Loci leitet sich vom lateinischen Wort "locus" (Ort, Platz) ab. Für den Weg durchs Zimmer oder die Wohnung könnt ihr jedes Möbelstück, Dekorelement oder Gerät nutzen. Beim Weg am eigenen Körper hinauf dienen Körperteile als Ankerpunkte. Und wenn ihr die bekannte Route zur Schule hernehmt, lassen sich Begriffe mit Bushaltestellen, Ampeln, Parks, auffälligen Gebäuden oder Geschäften verknüpfen, die euch auf dem Weg begegnen. Für jedes Fach oder Themengebiet sucht ihr euch einfach einen anderen Raum oder eine andere routinierte Route.

Mit der Loci-Methode zum Erfolg: Wie ihr euch Lerninhalte besser merkt / Foto: isco / unsplash

Mit der Loci-Methode zum Erfolg: Wie ihr euch Lerninhalte besser merkt / Foto: isco / unsplash

Wie hilft sie beim Lernen?

Die Loci-Methode ist so effektiv, weil sie die Funktionsweise des Gehirns ausnutzt. Einerseits besitzt das Gehirn die Fähigkeit, Orte und Routen schnell abrufen zu können. Diese Fähigkeit hilft im Alltag bei der Orientierung. Andererseits fällt es dem Gehirn nicht leicht, neues Wissen abzuspeichern. Vor allem, wenn es sich um Dinge handelt, die keinen logischen Zusammenhang haben und nicht an bestehendes Wissen anknüpfen.

Ein gutes Beispiel ist die Einkaufsliste. Daheim weiß man noch ganz genau, was fehlt und schreibt es nicht auf. Im Supermarkt angekommen, fällt einem aber nur noch die Hälfe ein und man hat Schwierigkeiten, sich an den Rest zu erinnern.

Lernen fällt deutlich leichter, wenn das Wissen mit bestehendem Wissen verknüpft werden kann. So auch bei der Loci-Methode. Durch die Verknüpfung mit einer bekannten Route lassen sich neue Begriffe leichter lernen. Nächstes Mal könnt ihr entweder einen Einkaufszettel schreiben oder direkt die Loci-Methode verwenden. Dazu stellt ihr euch den Weg zum Supermarkt vor.

Zuerst schließt ihr die Haustür. Mit der Haustür verknüpft ihr eine Packung Kaffee. Dann geht's raus und rauf aufs Fahrrad. Der Fahrradständer steht für Feigen. Ihr kommt an eine Kreuzung, hierzu merkt ihr euch, dass ihr Toilettenpapier kaufen müsst. Ein paar Meter weiter liegt ein Park, für diesen Ankerpunkt merkt ihr euch Pizza. Dann kommt ihr an einer Textilreinigung vorbei, sie steht fortan für eine Flasche Apfelsaft. Und so weiter, bis ihr mental beim Supermarkt angekommen seid und alle benötigten Dinge untergebracht habt. Für jedes Lebensmittel überlegt ihr euch einen Ankerpunkt. Anschließend geht ihr die Route gedanklich mehrfach ab, damit sich die Ankerpunkte mit den benötigten Lebensmitteln verbinden. Wenn ihr dann tatsächlich im Supermarkt steht, könnt ihr die Route in Gedanken ablaufen lassen und wisst, dass ihr Kaffee, Feigen, Toilettenpapier, Pizza und eine Flasche Apfelsaft braucht. Dieser Lerntrick funktioniert aber natürlich nicht nur für die Einkaufsliste, sondern auch für komplexe Dinge, die ihr für die Schule oder Uni lernen müsst.

Je öfter ihr die Loci-Methode benutzt, desto besser funktioniert sie. Euer Gehirn richtet sich darauf ein, Ankerpunkte mit zusammenhanglosen Begriffen zu verknüpfen. Nach einer Weile verblassen die Begriffe wieder, wenn ihr die Route nicht aktiv durchgeht. Dann könnt ihr den Weg für ein neues Thema verwenden.

Fazit

Probiert die Loci-Methode bei eurem nächsten Einkauf aus! Wenn es gut klappt, könnt ihr diese Lernmethode auch für die Schule oder im Studium anwenden. Die Technik erfordert zwar etwas Übung, aber es lohnt sich!

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