Scrum

eine agile Methode im Bereich Softwareentwicklung

Foto: fotis fotopoulos / unsplash
Foto: fotis fotopoulos / unsplash

Immer wieder scheitern Projekte. Pläne und Zeitangaben können nicht eingehalten werden, es kommt zu Frust bei allen Beteiligten. Agiles Projektmanagement wie Scrum kann hier Abhilfe schaffen. Hier geht es darum, herkömmliche Methoden des Projektmanagements durch das Scrum Projektmanagement zu ersetzen und so doch noch zum Ziel zu kommen. Bei dieser Methode lässt man dem Team die größtmögliche Freiheit, das Projekt nach gewissen Prinzipien voranzutreiben. Transparenz und tägliche Meetings sind wichtige Merkmale dieser Projektmanagementmethode.

Was versteht man unter Scrum eigentlich?

Bei Scrum handelt es sich um eine Vorgehensweise für Entwicklungsprojekte in den Bereichen Projektmanagement und Produktmanagement. Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Rugby. In diesem Sport bezeichnet Scrum einen Haufen von Mitspielern, die sich dicht um den Ball drängen. Dieses Bild vom dichten Gedränge wird aus dem Sport auf das Projektmanagement beziehungsweise Produktmanagement übertragen. Hier drängen sich die Teammitglieder nicht um ein Spielgerät, sondern um ein bestimmtes Entwicklungsprojekt. Das Projektmanagement soll dadurch flexibler und dynamischer gestaltet werden. Tägliche Meetings helfen dem Team, die einzelnen Aufgaben aufeinander abzustimmen und sich quasi den Ball zuzuspielen. Bevor agiles Projektmanagement wie Scrum für das Produkt- und Projektmanagement angewandt wurde, diente es vor allem als Methode für die Softwareentwicklung. Die Scrum Methode wurde inklusive der verschiedenen Werkzeuge einfach auf das Projektmanagement übertragen.

Scrum ist eine agile Methode im Bereich Softwareentwicklung / Foto: kelly sikkema / unsplash

Scrum ist eine agile Methode im Bereich Softwareentwicklung / Foto: kelly sikkema / unsplash

Die Scrum Methode folgt gewissen Prinzipien

Damit agiles Projektmanagement wie Scrum seine Wirkung voll entfaltet, müssen einige Dinge berücksichtigt werden. Das gesamte Team soll sich auf bestimmte Prinzipien verständigen, sonst ist die Gefahr groß, dass die Methode nicht ihre volle Wirkung entfaltet. Bei diesen Prinzipien handelt es sich um Verhaltensnormen und Werte. Diese können wie folgt aussehen:

  • Es muss eine Vision geben. Das heißt, dass Scrum Team hat ein langfristiges Ziel vor Augen, das bei der Orientierung hilft.
  • Das Team soll seine Ergebnisse daran messen, ob es einen entsprechenden Wert für Unternehmen und Kunden geschaffen hat.
  • Das Team arbeitet transparent. Transparenz bedeutet, dass alle Teammitglieder Zugang zu den Informationen, Aufgaben, Entscheidungen und Zielen haben.
  • Alle Teammitglieder fokussieren sich auf die ihnen zugeteilten Aufgaben und räumen diesen Priorität ein.
  • Wichtig ist zudem, dass jedes Teammitglied seine Rolle kennt und diese ausfüllt.
  • Dem Team wird eine gewisse Autonomie zugestanden. Das heißt, die Aufträge werden nicht von außen zugeteilt.
  • Man verständigt sich im Team darauf, bei der Scrum Methode zu bleiben und sich nicht in anderen Methoden zu verlieren.
  • Beim Scrum Projektmanagement geht es außerdem darum, sich ständig Feedback zu geben und einander den Ball zuzuspielen.

Wie funktioniert die Scrum-Methode?

Wenn es um die Organisation eines Scrum-Projekts geht, dann steht die Selbstorganisation im Vordergrund. Wichtig ist, dass es nur sehr wenige und einfach umsetzbare Regeln gibt. Diese sind entscheidend dafür, dass das Team seine Ziele erreicht. Maßgeblich ist, dass das Team die Möglichkeit hat, sich selbst zu organisieren. Es ist von Vorteil, wenn das Team sich interdisziplinär zusammensetzt, so dass unterschiedliche Kompetenzen in das Projekt- und Produktmanagement einfließen können.

Scrum – jeder hat seine Rolle

Beim Scrum Projektmanagement gibt es eine klare Rollenverteilung. Man unterscheidet drei Rollen:

  • Der Produkteigner
  • Der Scrum-Master und
  • Die Mitglieder des Projektteams

Jeder Rolle kommen ganz klare Aufgaben zu. Der Produkteigner steht für die Anwender des Produkts. Das Produkt oder Projekt soll so konzipiert sein, dass der Produkteigner den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen kann. Wer betroffen ist und Interesse am Erfolg des Projekts hat, nimmt diese Rolle ein. Bei der Softwareentwicklung können das die Nutzer der neuen Software sein, die gewisse Ansprüche verwirklicht sehen möchten. Bei einem Produkt sind es die Produktmanager, die im Sinne der Kunden bestimmte Ansprüche haben. Was wünscht sich der Kunde? Auch Vertrieb, Kundendienst und Marketing können Wünsche äußern.

Der Scrum-Master leitet und steuert den Prozess. Er übernimmt die Verantwortung und unterstützt das Team. Er tritt als Moderator auf und fördert die Zusammenarbeit der einzelnen Teammitglieder. Er fungiert außerdem als Ansprechpartner für Außenstehende.

Dann gibt es noch das Projektteam. Dieses besteht in der Regel aus fünf bis zehn Mitgliedern. Im Team gibt es keine Hierarchie und das Team organisiert sich selbst. Die Kompetenzen unterscheiden sich, die Rechten und Pflichten aber nicht. Teammitglieder aus unterschiedlichen Fachbereichen sollen zur Lösung des Problems beitragen.

Fazit

Scrum ist eine gute Methode, um vor allem bei schwierigen Projekten voranzukommen. Komplexe Aufgaben werden auf mehrere Teammitglieder verteilt, so dass diese leichter und schneller gelöst werden können. Wichtig ist, dass man bei dieser Art des Projekt- und Produktmanagements Vertrauen in das Team hat und diesem die Freiheit lässt, sich selbst zu organisieren.

 

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