Selbstmanagement

Über Vorsätze und Werte zum Ziel

Foto: antonino visalli
Foto: antonino visalli

Ihr fühlt euch ständig überlastet, hantiert mit ellenlangen To-do-Listen und wisst vor lauter Aufgaben überhaupt nicht mehr wo ihr anfangen sollt? Ihr sollt Beruf, Studium, Familie, Freunde und Freizeit unter einen Hut bringen und seid damit völlig überfordert. Ihr macht Überstunden, verzichtet auf Schlaf, habt ständig Kopf-, Magen- oder Rückenschmerzen und die Zeit rennt euch nur so durch die Finger. Manche werden euch jetzt raten, dass ihr mal über euer Zeitmanagement nachdenken solltet. Besser ihr beschäftigt euch gar nicht erst mit Zeitmanagement, sondern wendet euch dem Selbstmanagement zu. Damit euch der Alltag nicht den letzten Nerv raubt, haben wir ein paar Tipps und Selbstmanagement Methoden für euch zusammengestellt. 

Selbstmanagement – was ist das eigentlich genau?

Unter Selbstmanagement versteht man die Fähigkeit, sich selbst sowie die berufliche und persönliche Entwicklung zu gestalten, ohne sich von außen beeinflussen zu lassen. Dabei solltet ihr folgende Punkte beachten:

  • Selbstmanagement ist immer mit einem Ziel verbunden. Ihr braucht einen Plan, wie ihr euer Leben gestalten möchtet. Wenn ihr keine Idee habt, was ihr vom Leben erwartet und völlig ziellos umherirrt, könnt ihr euch auch nicht wirklich selbst managen. 
  • Sich selbst zu managen, hat nicht nur etwas mit dem Beruf zu tun. Ihr solltet diese Kompetenz nicht nur auf den Beruf anwenden, sondern auf euer gesamtes Leben.
  • Am besten beginnt ihr so früh wie möglich damit, euch selbst zu managen. Wenn ihr ein Ziel für euer Leben vor Augen habt, dann wartet nicht bis ihr einen Job gefunden habt. Das Selbstmanagement startet bereits mit der Wahl der Aufgaben und der Berufswahl. Allerdings kann euch das Erlernen des Selbstmanagements in jedem Stadium eures Lebens weiterhelfen.

Selbstmanagement sollte nicht mit Zeitmanagement verwechselt werden. Einige Experten sind sogar der Auffassung, dass man die eigene Zeit nicht managen könne. Zeit lässt sich nicht in irgendwelche Formen pressen, sie ist für jeden gleich. Es geht also vielmehr darum, seine eigene Umsetzungskompetenz und Selbstwirksamkeit zu erhöhen. 

 

Selbstmanagement – Über Vorsätze und Werte zum Ziel / Foto: julia caesar / unsplash

Selbstmanagement – Über Vorsätze und Werte zum Ziel / Foto: julia caesar / unsplash

Selbstmanagement – worum geht es dabei eigentlich?

Wenn ihr euch selber managet geht es nicht nur darum, eure Zeit sorgfältig einzuteilen, sondern vor allem darum, euch selbst zu organisieren und zu strukturieren. Zu folgenden Dingen solltet ihr in der Lage sein:

  • Ihr solltet euch realistische, sinnvolle Ziele setzen.
  • Ihr solltet wissen, wie ihr große Ziele in kleine Ziele aufteilen könnt, um Schritt für Schritt zum Ziel zu kommen.
  • Ihr solltet wissen, welche Aufgaben ihr erledigen müsst und Prioritäten setzen können.
  • Ihr müsst euch selbst motivieren können.
  • Ihr solltet euch im Griff haben und euch regelmäßig kontrollieren beziehungsweise eure Vorhaben konsequent umsetzen. 
  • Ihr braucht einen Plan, an dem ihr euch orientieren könnt. 
  • Ihr solltet bereit sein, euch kontinuierlich weiterzuentwickeln und verschiedene Selbstmanagement Methodenkennenzulernen. 

Die Basis eures Selbstmanagements bilden also eure Ziele, Vorsätze und Werte. Wenn ihr diese Dinge für euch festgelegt habt, geht es darum, die verschiedenen Selbstmanagement Methoden kennenzulernen. Erst wenn ihr euch einen Überblick über die verschiedenen Methoden verschafft habt, könnt ihr entscheiden, welche Methode zu euch und euren Zielen passt. Nicht jeder Mensch ist gleich, und wenn die eine Methode bei einem eurer Studien- oder Arbeitskollegen funktioniert, bei euch aber nicht, heißt das nicht, dass ihr aufgeben sollt. Ihr müsst wahrscheinlich einige Methoden testen, um die richtige Herangehensweise zu finden. 

Welche Methoden für das Selbstmanagement gibt es?

Es gibt verschiedene Methoden des Selbstmanagements. Bevor ihr euch endgültig für eine der Methoden entscheidet, sollte ihr verschiedene ausprobieren. Hier folgt eine kleine Auflistung für euch:

  • Die Pomodoro-Methode: Bei der Pomodoro-Methode geht es darum zu lernen, wie ihr Pausen in euren Tag einbaut. Das funktioniert so: Ihr stellt einen Wecker auf 25 Minuten und arbeitet während dieser Zeit so fokussiert wie möglich. Dann folgt eine Pause von fünf Minuten. Nach vier solcher Einheiten folgt eine längere Pause von 30 Minuten. 
  • Die ALPEN-Methode: Hierbei handelt es sich um ein Akronym und das steht für: Aufgaben notieren, Länge einschätzen, Puffer einplanen, Entscheidungen zur Priorität machen und Nachkontrollieren. 
  • Die ABC-Methode: Hier teilt ihr eure Aufgaben in A-Aufgaben (sehr wichtig), B-Aufgaben (weniger wichtig) und C-Aufgaben (nicht wichtig). Diese Methode ist recht simpel, kann aber helfen, die Aufgabenflut zu bewältigen.

Es gibt noch weitere Selbstmanagement Methoden wie die Eisenhower-Methode, die SMART-Methode, das GTD-Prinzip, das Edwards Gesetz, die AMORE-Methode und die Aschenputtel-Methode. Welche Methode am besten zu euch passt, müsst ihr ausprobieren. 

 

Fazit

Selbstmanagement ist nicht nur im Beruf sinnvoll, sondern immer. Wenn ihr Ziele im Leben habt, egal welcher Art, solltet ihr euch mit Selbstmanagement Methoden beschäftigen, damit Pläne, Visionen und Ziele nicht nur Luftschlösser bleiben, sondern Realität werden.

 

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