Selbstständig in der Corona-Krise

Das könnt ihr tun!

Foto: cottonbro / Pexels
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Die Corona-Krise stellt uns alle vor eine enorme Herausforderung. Auch in Deutschland steht die Wirtschaft derzeit vor einem großen Problem. Insbesondere Kleinunternehmer, Freiberufler und Selbstständige sind wirtschaftlich von der Corona-Krise betroffen und bangen um ihre Existenz. Aufträge brechen weg, die Umsätze gehen gegen Null, Zahlungsverpflichtungen können nicht mehr eingehalten werden und die Zukunft sieht düster aus. Ein Großteil der Selbstständigen und der Unternehmer sieht laut Umfragen die eigene Existenz in Gefahr. Seid ihr selbstständig und von der Corona-Krise betroffen? Bund und Länder haben einige Hilfspakete auf den Weg gebracht, um Selbstständige und Unternehmer in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Was ihr tun könnt, wenn ihr selbstständig und von der Corona-Krise betroffen seid, erfahrt ihr hier.

Selbstständig in der Corona-Krise – Bundesregierung beschließt Hilfspaket

Wenn ihr selbstständig und von der Corona-Krise betroffen seid, könnt ihr Unterstützung erhalten. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 50 Milliarden Euro beschlossen. In Anspruch nehmen können diese Unterstützung Firmen, Solo-Selbstständige sowie Freiberufler. Dieses Hilfspaket wurde bereitgestellt, damit Selbstständige in Zeiten von Corona schnell und unbürokratisch Hilfe bekommen können. Die finanzielle Unterstützung sieht Folgendes vor:

  • Unternehmen mit bis zu 5 Angestellten erhalten eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate.
  • Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern können bis zu 15.000 Euro erhalten.

Der große Vorteil dieser Unterstützung ist, dass es sich dabei nicht um einen Kredit handelt. Ihr seid selbstständig und von der Corona-Krise betroffen? Dann bekommt ihr diese finanzielle Unterstützung als Zuschuss. Konkret bedeutet das, dass ihr die finanziellen Zuschüsse nicht zurückzahlen müsst.

Selbstständig in der Corona-Krise. bigKARRIERE zeigt euch, was ihr tun könnt. / Foto: cottonbro / pexels

Selbstständig in der Corona-Krise. bigKARRIERE zeigt euch, was ihr tun könnt. / Foto: cottonbro / pexels

Selbstständig in der Corona-Krise – euer Vermieter darf euch nicht kündigen

Ihr seid aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten und könnt die Miete für euer Büro oder eure Geschäftsräume nicht mehr bezahlen? Euer Vermieter darf euch nicht kündigen. Dies gilt für alle Mietschulden, die zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. September 2020 entstanden sind.

Schwierigkeiten im Unternehmen – lasst euch beraten

Wenn ihr eine kleine Firma habt oder selbstständig seid, könnt ihr euch einen Zuschuss für die Unternehmensberatung holen. Die Corona-Krise hat euer Unternehmen stark beeinflusst und ihr würdet euch gerne den einen oder anderen Rat von Fachleuten holen, aber dafür ist aufgrund der Corona-Krise nicht mehr viel Geld übrig? Dann könnt ihr beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Zuschuss für die Finanzierung einer Unternehmensberatung beantragen. Die Beratungskosten dürfen 4.000 Euro nicht übersteigen. Wie hoch der Zuschuss ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren wie eurem Standort und eurer Unternehmensart ab.

Selbstständig in der Corona-Krise – was ist mit Kurzarbeit oder Grundsicherung?

Wenn ihr selbstständig und von der Corona-Krise betroffen seid, könnt ihr auch Kurzarbeit oder Grundsicherung beantragen. Derzeit kommt es allerdings häufig vor, dass die Leitungen der Bundesagentur für Arbeit aufgrund der hohen Nachfrage belegt sind. Es vor Ort zu versuchen, ist auch keine gute Idee, da kein Publikumsverkehr zugelassen wird. Informiert euch daher auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit, wie ihr die für euch zuständigen Mitarbeiter am besten erreichen könnt. Kurzarbeit könnt ihr bei der Bundesagentur für Arbeit anmelden, wenn ihr Mitarbeiter beschäftigt, diese aber aufgrund der zu geringen Auftragslage nicht wie vertraglich vereinbart beschäftigen könnt. Ihr müsst eure Mitarbeiter dann nicht kündigen, könnt jedoch Lohnkosten einsparen. Wenn ihr selbstständig und von der Corona-Krise so betroffen seid, dass euer Einkommen einfach nicht mehr zum Leben reicht, könnt ihr euch ebenfalls an die Bundesagentur für Arbeit wenden und Grundsicherung beantragen. Ihr gehört zu den Selbstständigen, die sich freiwillig in der Arbeitslosenversicherung angemeldet haben? In diesem Fall könnt ihr Arbeitslosengeld beantragen, dürft dann jedoch nicht weiter tätig sein. Ausgenommen sind Nebentätigkeiten.

Selbstständig in der Corona-Krise – Kredite beantragen

Wie jedes andere Unternehmen auch können auch Selbstständige einen Kredit bei der KfW-Bank beantragen, um die schwierige Zeit zu überbrücken. Die KfW-Kredite werden zu besonderen Konditionen vergeben. Mit einem Kredit erhaltet ihr eure Liquidität. Ihr müsst aber beachten, dass ihr den Kredit innerhalb der vertraglich vereinbarten Zeit zurückzahlen müsst.

Fazit

Selbstständig in der Corona-Krise zu sein, bedeutet nicht automatisch das Aus für euer Unternehmen. Allerdings gibt es auch nicht die eine Pauschallösung, die für alle Freiberufler, Selbstständige und kleinen Firmen gilt. Informiert euch genau über eure Möglichkeiten und macht das möglichst zeitnah. Einige Sonder- und Hilfsleistungen sind zeitlich befristet und können nur bis zu einem bestimmen Datum beantragt werden. Diese Fristen solltet ihr nicht verpassen.

 

 

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