So klage ich einen Studienplatz ein

Ohne meinen Anwalt sage ich nichts

So klage ich einen Studienplatz ein

Es gibt mehr Studienanwärter als je zuvor. Die Hochschulen geben aber teils falsche Zahlen von Studienplätzen an, um Geld zu sparen. Schließlich kostet jeder Student die Uni viel Geld. Möchte man sich nun ins Studium einklagen, muss der Uni vorgeworfen werden, sie nutze nicht alle Plätze aus.

Vorgehensweise
Das geschieht mit einem schriftlichen Antrag an die Hochschule und einem Eilantrag ans Verwaltungsgericht. Eilantrag, damit die Bearbeitungszeit so kurz wie möglich gehalten wird. Schließlich will man das Studium ja so schnell wie möglich und nicht erst in einem Jahr aufnehmen. Für die Anträge ist noch kein Anwalt nötig, aber es fallen Bearbeitungsgebühren an. Die Kosten für das Eilverfahren – zwischen 120 und 180 Euro – trägt der Bewerber.

Das Verwaltungsgericht fordert die Uni dann auf, ihre Studienplätze neu zu berechnen. Kommt es zu einer außergerichtlichen Einigung, bietet die Uni einen Kompromiss an: Der Bewerber zieht seinen Antrag zurück und bekommt einen Platz. Die Hochschule muss die tatsächlichen Plätze so nicht veröffentlichen.

Kosten
Wird der Antrag abgelehnt, muss der Bewerber innerhalb von vier Wochen Widerspruch einlegen. In Baden-Württemberg geht das aber nicht. Abgelehnte Bewerber müssen direkt klagen und sollten einen Anwalt hinzuziehen.

Es kommen also Kosten für Gericht, gegnerische Hochschule und Anwalt dazu. Das kann sich auf etwa 1500 Euro summieren. Wichtig auch: Nicht jede Rechtschutzversicherung kommt für die Kosten auf.

Katja Jungnickel

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