Wer die Wahl hat, hat die Qual – Der Softwareexperte

Er kennt sie alle.

Wer die Wahl hat, hat die Qual – Der Softwareexperte
Ob ich auf der Datenautobahn wirklich richtig war, habe ich lange bezweifelt.
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Ob in Geschichte oder Mathematik, mit Zahlen liebäugelte er schon immer. Doch auch er musste irgendwann beschließen, wohin seine berufliche Reise gehen soll. Wie der 29-jährige Silvio sein Talent entdeckte und warum er sich für Null und Eins und gegen Eins bis Sechs entschieden hat, verrät er bigKARRIERE.

Wie alles begann
In der Schule haben mich zwei Fächer immer besonders interessiert,: Geschichte und Politik. In der neunten Klasse hatten wir die Möglichkeit, ein zusätzliches Fach zu wählen, das uns bis zum Abitur begleiten würde. Meine Entscheidung fiel auf Informatik. Ich habe zwar nie in meiner Freizeit programmiert, dennoch haben mich die logischen und abstrakten Komponenten gereizt. Eine gewisse Begabung war da, denn meine mündliche Abiturprüfung in Informatik bestand ich mit Bravour. Ich dachte daran, mein Talent mit meinem Interesse für pädagogische Arbeit zu kombinieren und wollte Lehrer für Geschichte, Politik und Informatik werden.

Mensch oder Maschine?
Die eigentliche Entscheidung, mein Geld in der IT zu verdienen, fiel erst während meiner Zeit bei der Bundeswehr. Bis dahin sah ich den Computer eher als Hobby, nicht als Arbeitsgerät. Meine Abteilung war zuständig für die Netzwerkinfrastruktur, was ich sehr spannend fand. Mit den Leuten dort habe ich viel über die Arbeitsbereiche und Zukunftsaussichten von Informatikern geredet – das hat Spuren hinterlassen und mich dazu gebracht, Informatik zu studieren.

Übung macht den Software-Meister
Ich weiß nicht, ob ich ein Naturtalent bin und habe oft gezweifelt, ob ich richtig bin auf der Datenautobahn. Ich habe befürchtet, dass mir zwischen all den Bits und Bytes die menschliche Komponente fehlen würde. Heute bin ich froh, dass ich standhaft geblieben bin. Ich berate IT-Abteilungen, welche Technologien und Methoden in der Softwareentwicklung für ihre aktuellen Problemstellungen geeignet sind. Das ist ein guter Kompromiss – ich kann Workshops halten und habe persönlichen Kontakt.

Caroline Vogt, 22.03.2014
 

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