Wie ihr Job-Angebote durch die Chef-Brille lest

Den Durchblick behalten

Bild Den Durchblick behalten
Wie ihr Jobangebote durch die Chef-Brille lest/Foto: Josh Calabrese / Unsplash

Wenn ihr euch heutzutage auf Jobsuche begebt, seid ihr mit dem Vorsatz "Don't believe the Hype" bestens beraten. Denn wer sich bei Job-Angeboten in Zeitungen und Online-Stellenbörsen von toll klingenden englischen Berufsbezeichnungen blenden lässt, wird durch ein bisschen Nachforschung bald wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. So werden z. B. Bürohelfer einfach in „Office Executives“ umtituliert und aus der Dame am Empfang wird kurzerhand ein „Front Desk Manager“. Zuerst sollte also klar sein, was hinter einem Jobnamen steckt. Im Zweifel ruft ihr besser kurz bei eurem potenziellen Chef an und fragt höflich nach.
 

Eier legende Wollmilchsau gesucht

Wichtig: Lernt, euch bei einer Stellenanzeige auf das Wesentliche zu konzentrieren und zwischen Muss-Qualifikationen und Fähigkeiten, die nicht zwingend notwendig sind, aber die Chance auf den Job erhöhen, zu unterscheiden. Letztere werden oft durch Formulierungen wie "wäre wünschenswert" begleitet. Klar, natürlich hätte jeder Arbeitgeber gerne eine junge, Eier legende Wollmilchsau mit 15-jähriger Berufserfahrung. Lasst euch davon allerdings nicht abschrecken, denn oft ist genau das beabsichtigt: Jobsuchende, die Selbstzweifel plagen und sich schnell einschüchtern lassen, sollen sich erst gar nicht bewerben. Vorsicht ist bei der Bezeichnung "leistungsbezogenes Gehalt" geboten, denn dies ist für euren künftigen Chef quasi ein Freischein, um euer Gehalt frei nach Laune zu kürzen. Die Alarmglocken sollten auch schrillen, wenn "hohe Belastbarkeit" erwartet wird. Nicht selten verbergen sich dahinter unfaire Arbeitsbedingungen oder Personalmangel.

artikel1.jpg

Wie ihr Jobangebote durch die Chef-Brille lest/Foto: Jordan Whitfield / Unsplash

So erkennst Du unseriöse Job-Angebote

Leider tummeln sich auf dem Stellenmarkt nicht selten auch zwielichtige Typen. Doch diese könnt ihr relativ leicht aufspüren. Wenn beispielsweise sehr viel Geld für wenig Leistung und/oder Arbeitsstunden geboten wird, könnt ihr davon ausgehen, dass man euch gerade für dumm verkauft. Ebenso suspekt sind Arbeitgeber, die im Netz quasi unsichtbar sind und Job-Angebote, die so gut wie keine Qualifikation voraussetzen. Mit einer gesunden Portion Misstrauen habt ihr im Stellenmarkt-Dschungel schnell den Durchblick. Deshalb gilt: Wer Fragen stellt, ist klar im Vorteil!

Weiterführende Links:

Beitrag teilen