Endlich Geld fürs Praktikum!

Mindestlohn für Praktikanten

Endlich Geld fürs Praktikum!

Endlich Geld fürs Praktikum!

Mindestlohn für Praktikanten
Erst wenn ein Drei-Monats-Praktikant noch einmal in demselben Betrieb einen Praktikumsvertrag unterschreibt, greift der Mindestlohn.
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„Generation Praktikum“ – dieser Begriff ist über die Jahre entstanden und umschreibt ein bekanntes Szenario: Menschen schuften nach der Schule monatelang als Praktikanten in einem Betrieb. Nicht selten werden sie wie Festangestellte behandelt und schieben regelmäßig Überstunden. Ob und wie viel der Arbeitgeber zahlt, hängt von dessen gutem Willen ab. Am 1. Januar 2015 kommt nun der Mindestlohn. Auch Praktikanten sollen dann 8,50 Euro die Stunden erhalten – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Drei-Monats-Regel
Freiwillige Praktika, die nichts mit der eigenen Ausbildung zu tun haben, sind demnach mit dem Mindestlohn zu vergüten – zumindest wenn sie länger als drei Monate dauern. Enden sie nach spätestens drei Monaten, ist die Vergütung frei verhandelbar und kann wie bisher unter 8,50 Euro liegen. Wenn ein Drei-Monats-Praktikant noch einmal in demselben Betrieb einen Praktikumsvertrag unterschreibt, greift der Mindestlohn. So soll verhindert werden, dass mit einer Serie aneinandergereihter Praktika das gesetzliche Mindesteinkommen umgangen werden kann. Bei einem Verstoß drohen Geldbußen von bis zu 30.000 Euro.

Pflichtpraktikanten gehen leer aus
Schülerpraktika oder Pflichtpraktika im Rahmen des Studiums sind von der Neuregelung ausgenommen. Hier gilt nach wie vor: kein Anspruch auf Mindestlohn. Auf der Internetseite www.der-mindestlohn-kommt.de informiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales über die Details zum Mindestlohn.

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