Mobbing an der Schule

Was ihr gegen Schülerterror unternehmen könnt

Bild Was ihr gegen Schülerterror unternehmen könnt

Im Schulalltag kennen es viele von euch: Das gelegentliche Ärgern von Mitschülerinnen und Mitschülern - meist "nur so zum Spaß". Vielleicht lachen die anderen auch über das Fettnäpfchen, in das ihr getreten seid. Doch schnell kann aus diesem Spaß Ernst und aus Ärgern Mobbing werden. Dann nämlich, wenn ihr regelmäßig zum Opfer werdet. Kabbeleien oder ernsthafte Schikane, der Übergang ist oft nur ein schmaler Grad. Wir von bigKARRIERE zeigen euch, wie ihr echtes Mobbing an der Schule erkennt und was ihr dagegen tun könnt.

Wann handelt es sich bei der Schikane um echtes Mobbing?

Der Begriff des Mobbing lehnt sich an das englische Wort "mob" an, das so viel wie "Pöbel" bedeutet. "Mobbing" meint daher in gewisser Weise "anpöbeln". Dabei ist das Ziel des Angreifenden, das Opfer auszugrenzen oder psychisch zu terrorisieren. In der Schule kommt Mobbing häufig vor, da viele Teenager noch unsicher in ihrer Persönlichkeit sind und für potenzielle Mobber ein leichtes Ziel darstellen. Nicht immer merkt ihr direkt, wenn ihr Opfer von Mobbing an der Schule werdet. Denn die Arten, andere zu schikanieren, sind vielfältig und können auch auf indirekte Weise stattfinden. Daher wird in der Definition von Mobbing zwischen direktem und indirektem Mobbing unterschieden. Direktes Mobbing wird euch sofort auffallen, denn es handelt sich um eindeutige verbale Gewalt. Auch physische offene Gewalt kann auftreten. Beispielsweise fallen unter direktes Mobbing

  • die Äußerung von Drohungen
  • Beleidigungen und Beschimpfungen
  • öffentliches Bloßstellen vor anderen
  • Hänseleien
  • Auslachen
  • Schlagen oder Treten
  • "kleinere" Schikanen wie Kneifen und Pieksen, Bewerfen mit Papierkügelchen etc.

Indirektes Mobbing kann sich langsam anschleichen oder sogar hinter eurem Rücken passieren. Euer Ruf wird durch falsche Gerüchte geschädigt oder Informationen rund um den Schulalltag werden euch bewusst vorenthalten. Vielleicht wird auch euer Eigentum absichtlich beschädigt. So erfahrt ihr langsam eine Ausgrenzung aus der Gruppe, die ihr vielleicht erst (zu) spät bemerkt.

francisco-gonzalez-unsplash.jpg

Foto: Francisco Gonzalez / Unsplash

Wozu mobben andere überhaupt?

Nicht nur die potenziellen Opfer, auch die Täter im Bereich Schul-Mobbing fallen oft in ein bestimmtes Charakterprofil. So handelt es sich bei Mobbern häufig um Schüler oder Schülerinnen, die selbst ein mangelndes Selbstwertgefühl haben. Aus Angst, zum Opfer von Attacken zu werden, nehmen sie die Rolle des Täters ein - nach dem Motto "Hauptsache, es trifft nicht mich". Außerdem spielt bei vielen Tätern der Neid auf das Mobbingopfer eine Rolle. Es gibt allerdings auch Mobber, die ihre körperliche Überlegenheit demonstrieren wollen. Weitere Gründe, warum manche Schüler oder Schülerinnen zu Mobbern werden:

  • Kompensation der eigenen Schwächen
  • Steigerung des Selbstwertgefühls / Machtgefühls
  • Angeberei, "Führer-Verhalten" mit Clique
  • Bedürfnis der Rache an der gemobbten Person (z.B. aus enttäuschter Liebe)
     

Mobbing an der Schule – das könnt ihr tun

Zuerst müsst ihr euch im Klaren sein, dass ihr keine Schuld daran tragt, dass ihr zum Mobbingopfer geworden seid. Viele Mobber wählen ihr Opfer zufällig oder aufgrund von Neid. Trotzdem kann eine kleine Verhaltensänderung wahre Wunder wirken. Das typische Mobbingopfer hält den Mund. Daher lautet die beste Devise gegen Mobbing: Wehrt euch! Vielleicht nicht allzu offensiv, denn das könnte euren Angreifer wiederum provozieren. Aber der eine oder andere schlagfertige Spruch reicht oft schon aus, um den Täter ordentlich zu irritieren.

Ihr könnt aber auch bei der nächsten Attacke einfach weggehen und euer offenes Desinteresse zeigen. Wenn der Mobber merkt, dass er euch mit seinen Angriffen nicht treffen kann, wird es ihm schnell zu langweilig. Wendet euch weiterhin an eine Vertrauensperson, zum Beispiel eine Freundin aus der Klasse, den Vertrauenslehrer oder eure Eltern. Langfristiges Mobbing an der Schule kann ernsthafte, gesundheitliche Schäden nach sich ziehen - daher solltet ihr frühzeitig handeln und mit einer Person, die euch nahe steht, darüber reden.

Weiterführende Links:

Beitrag teilen