So verbessert ihr noch eure Noten.

„Niemals locker lassen!“

Bild „Niemals locker lassen!“
Niemals locker lassen/ Foto: Nick Morrison / Unsplash

Das letzte Halbjahreszeugnis eines Schülers spielt eine große Rolle: Er muss sich damit bewerben. Aber worauf achten Arbeitgeber? Wie kann man sein Zeugnis noch verbessern und wie wichtig ist Mathe wirklich? bigKARRIERE hat mit Marco Böhnig, Personaler bei OBI und Anna Schaarschmidt von der Schülerhilfe gesprochen und sie nach Tipps gefragt.

Herr Böhnig, das Halbjahreszeugnis ist für eine Bewerbung unentbehrlich. Aber wie wichtig ist es wirklich und wie viel Wert wird darauf gelegt?
Marco Böhnig: Es wird schon sehr großer Wert auf das Zeugnis gelegt, aber genau so auch auf die restliche Bewerbung. Ob die Person qualifiziert und sympathisch wirkt, wie sie sich ausdrückt. Das Vorstellungsgespräch ist natürlich besonders entscheidend.

Schauen Arbeitgeber auf die Fächer, die für den Beruf wirklich gebraucht werden oder eher auf das Gesamtbild?
Marco Böhnig: Auf beides. Manche Fächer spielen in dem gewählten Beruf vielleicht keine Rolle, sind aber insgesamt wichtig. Wenn jemand in Deutsch eine 4 auf dem Zeugnis hat, kann das schon einen schlechten ersten Eindruck vermitteln – egal, wo man sich bewirbt.

Kann man schlechte Noten „kaschieren“? Wenn ja, wie?
Marco Böhnig: Ich denke schon. Wenn man mit anderen Noten einen guten Ausgleich findet, fallen schlechte auch nicht ins Gewicht. Es sollte sich nur noch zu sehr häufen, aber kaschieren kann man auf jeden Fall ein wenig.

In welchen Fächern kommen gute Noten immer gut an, in welchen sind sie weniger von Bedeutung?
Marco Böhnig: In Deutsch, Mathe und Englisch sind gute Noten immer gern gesehen. Nebenfächer sind nicht immer von Bedeutung – was aber natürlich abhängig davon ist, wo man sich bewerben möchte. Trotzdem sollte man in den Hauptfächern gut dastehen, da man damit auch auf ein gutes Allgemeinwissen schließen kann.

Frau Schaarschmidt, was meinen Sie, wie viel ein gut aufgeräumter Arbeitsplatz oder Schreibtisch mit Erfolg zu tun hat?
Anna Schaarschmidt: Schon einiges. Ich merke das bei meinen Kollegen. Manche räumen eben alles weg, wenn sie etwas gemacht haben, andere lassen alles liegen. Das macht einen schlechten Eindruck auf mich. Wenn man sich schon als Schüler um eine saubere Arbeitsumgebung bemüht hat, fällt das im Betrieb auch positiv auf.
    

Niemals locker lassen/ Foto: Antoine Dautry / Unsplash

Niemals locker lassen/ Foto: Antoine Dautry / Unsplash

Wie kann ein Schüler es schaffen, sicher auf die bessere Note zu kommen, wenn er auf der Kippe steht?
Anna Schaarschmidt: Das ist natürlich von Fach zu Fach unterschiedlich, aber am besten geht es, wenn man sich freiwillig für ein Referat meldet. In manchen Fächern kann man auch eine Kreativarbeit machen, was aber in Naturwissenschaften schwieriger ist. Wichtig ist nur, dass man nicht locker lässt, wenn man sich verbessern möchte. Dann hat man auch gute Chancen.

Braucht man Mathe wirklich überall? Wie können selbst die, die in Mathe nicht gut sind, überzeugen?
Anna Schaarschmidt: Die höhere Mathematik ist natürlich nicht überall gefragt. Man sollte aber auf jeden Fall mit Zahlen umgehen können. Von sich überzeugen kann man natürlich mit den anderen Zensuren und der restlichen Bewerbung.

Kann man aus dem Halbjahreszeugnis ablesen, welche Berufe jemandem besonders zusagen würden?
Anna Schaarschmidt: Eigentlich nicht, nein. Selbst wenn man schon eine Ausbildung angefangen hat, kann man sich immer noch umentscheiden und etwas entdecken, was einem noch mehr Spaß macht. An Noten kann man das nicht festmachen – es kommt einfach auf die Person selbst an.

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