Durch die Prüfung gerasselt – was jetzt?

Es sollte nicht sein...

Durch die Prüfung gerasselt – was jetzt?
Nicht den Kopf in den Sand stecken! Auch wenn ihr eine Prüfung vermasselt habt, ist das kein Weltuntergang.
© Wolfgang Cibura – Fotolia.com

Ihr habt gepaukt und gepaukt – und trotzdem hat es nicht gereicht. Ihr seid durch die Prüfung gerasselt. Klar, dass ihr euch jetzt Gedanken macht, woran das gelegen hat und was ihr hättet besser machen können. Vielleicht kamen aber auch einfach Fragen, mit denen ihr nicht gerechnet hattet, oder es war insgesamt nicht euer Tag, weil euch etwas belastet hat. Was es auch war: Nicht verzweifeln! An der Uni habt ihr fast immer die Möglichkeit, eine vergeigte Prüfung wieder auszubügeln oder sie einfach im nächsten Semester zu wiederholen. Ihr dürft euch deswegen jetzt nur nicht nervös machen.

Wichtig ist, dass ihr daraus lernt und denselben Fehler nicht noch einmal macht. Habt ihr vielleicht einfach zu spät mit dem Lernen angefangen? Oder euch von einer Party ablenken lassen? Dann solltet ihr beim nächsten Mal früher anfangen und vielleicht einen Kommilitonen bitten, mit euch gemeinsam zu lernen. Das motiviert euch und ihr könnt über die Stellen diskutieren, die ihr partout nicht versteht.

Wenn ihr nicht ganz sicher seid, was ihr eigentlich falsch gemacht habt, solltet ihr euren Prüfer um ein Gespräch bitten. Er kann euch sagen, woran es gelegen hat und euch vielleicht einen Tipp geben, was ihr besser machen könnt. Ging es um einen Seminarabschluss, könnt ihr vielleicht eine zusätzliche Hausarbeit abgeben oder ein Referat halten, um die nicht bestandene Prüfung auszugleichen.

Macht euch auch klar, dass die Welt nicht davon untergeht, dass ihr eine Prüfung nicht bestanden habt. Ihr seid Studenten. Im allerschlimmsten Fall werdet ihr nun ein Semester später euren Abschluss machen können, weil ihr die Prüfung wiederholen müsst. Aber auch das ist nicht so schlimm, wie es euch zunächst vorkommen mag. In der Zeit könnt ihr ein Praktikum absolvieren und Berufserfahrung sammeln oder ihr bewerbt euch auf einen Assistentenjob an eurer Uni. So bleibt ihr in eurem Fachgebiet, könnt euch auf die nächste Prüfung gut vorbereiten und verdient gleichzeitig noch etwas Geld.

Neben der Organisation, wie es nun weitergeht, ist es für euch auch ratsam, auf euer Inneres zu hören. Manchmal sagt euch eine Niederlage, dass ihr vielleicht nicht das Richtige studiert. Kommt euch dieser Gedanke nur kurz, dann lasst euch davon nicht verschrecken, denn solche Zweifel sind völlig normal. Seid ihr allerdings schon mehrmals durchgefallen oder habt einfach keinen Spaß an dem, was ihr studiert, ist das ein Zeichen, dass ihr vielleicht das falsche Fach gewählt habt. Dann solltet ihr euch überlegen, was genau euch missfällt und was ihr lieber machen würdet. Mit der Studierendenberatung eurer Hochschule solltet ihr dann besprechen, ob ihr euer Hauptfach wechseln könnt. Ein bereits bestandenes Grundstudium kann dabei zum Beispiel oft angerechnet werden.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr den Kopf nicht in den Sand steckt. Kaum eine Niederlage ist im Studium so schlimm, dass ihr sie nicht irgendwie beheben könnt. Wenn ihr gar nicht weiterwisst, weil es zum Beispiel um die Abschlussprüfung ging, solltet ihr euch an die Studierendenberatung eurer Hochschule wenden. Beim Studentenwerk der Universität Freiburg oder der Hochschule in Trier könnt ihr euch beispielsweise auch psychologischen Rat einholen, wenn euch etwas belastet oder ihr euch wegen der missglückten Prüfung große Sorgen macht.

Quelle: karrieremagazin.net

Weitere Informationen: