Erfolgreich im Studium sein?

Dann entwickelt endlich Pflichtbewusstsein!

Bild Dann entwickelt endlich Pflichtbewusstsein!

Euer Studium läuft mittelprächtig bis scheiße und ihr fragt euch, wie sich ein guter Abschluss noch retten lässt? Anstatt euch mit kleinen Tipps und Tricks über Wasser zu halten, müsst ihr jetzt die großen Geschütze auffahren und endlich Pflichtbewusstsein entwickeln. Was weniger praktisch und eher philosophisch klingt, kann euer Studium - und nachfolgendes Leben - revolutionieren. Seid gewarnt: Wir rechnen mit eurer bisherigen Verantwortungslosigkeit ab!

Unileben: Go big or go home!

Wer im Studium erfolgreich(er) sein will, sucht meist nach Lernstrategien für Klausuren, Rhetoriktricks für Präsentationen und Referate oder ähnlich kleinteiligen Lösungen. Pillepalle im Vergleich zu dem, worauf es wirklich ankommt: Pflichtbewusstsein entwickeln. Das Studium muss eure oberste Priorität sein, ansonsten bleibt ihr weit hinter dem zurück, was an Erfolg und guten Noten möglich gewesen wäre. Das bedeutet nicht, dass euer gesamtes Leben nur aus Vorlesungen und Lernen besteht, sondern dass ihr alles andere um das Studium herum organisiert.

Viel zu oft passiert es genau anders herum. Wenn es dann an der Hochschule höchstens mittelprächtig läuft, kommen die Man-Ausreden: "Das konnte man ja gar nicht schaffen!" oder "Man hat für die Klausur nicht genug Zeit gehabt!" Die Benutzung des Wörtchens "man" ist ein klares Zeichen, dass Menschen die Verantwortung nicht übernehmen. Wer die Verantwortung übernimmt, formuliert nämlich mit "Ich". Denkt mal nach, würde je jemand über Erfolgserlebnisse so reden? Nein! Für Erfolge wird die Verantwortung ganz selbstverständlich übernommen und die entsprechende Formulierung mit "Ich" gewählt. Bei Misserfolgen wird die Verantwortung durch die Formulierung mit "man" abgewälzt.

 

Erfolg im Studium? Dann entwickelt endlich Pflichtbewusstsein! Foto: brooke cagle / unsplash

Erfolg im Studium? Dann entwickelt endlich Pflichtbewusstsein! Foto: brooke cagle / unsplash

Im Studium Pflichtbewusstsein entwickeln: Drei zentrale Bereiche

"Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst." (Zitat mutmaßlich von Dante Alighieri)

Im Studium Pflichtbewusstsein entwickelt zu haben, bedeutet ganz konkret:

#1: Verantwortung für Entscheidungen tragen

Ihr studiert. Das ist ein Resultat eurer Entscheidung. Sicher, vielleicht gab es daheim etwas Druck. Aber letztendlich habt ihr euch für euren Studiengang und eure Studienstadt entschieden. Vergesst das nicht. Für seine Entscheidungen Verantwortung zu übernehmen bedeutet, sich in regelmäßigen Abständen zu fragen, ob diese Entscheidung noch so steht. War eure Entscheidung richtig und wichtiger, ist sie es heute noch, oder müsst ihr etwas ändern?

Nicht falsch verstehen, das Studium wird und soll eine Herausforderung sein. Es wird auch schwere Zeiten geben. Aber wenn ihr monatelang eure Priorität abseits der Hochschule legt, mag es Zeit für eine schwere Entscheidung sein. Aber nicht nur den potenziellen Studienortswechsel oder Studienabbruch, sondern auch die Wahl des Themas für die Hausarbeit und andere kleine Entscheidungen müsst ihr ab jetzt in deine eigene Hand nehmen, um im Studium erfolgreich(er) zu sein.

#2: Verantwortung fürs Lernen tragen

Verwechselt die Hochschule nicht mit der Schule. Geht es ums Lernen oder neue Erfahrungen, macht man euch im Studium nur ein Angebot, das ist eine ganz andere Herangehensweise als an der Schule. Ob ihr es annehmt, liegt an euch. Zwingen wird euch niemand. Findet ihr das Angebot ungenügend, liegt es ebenfalls an euch, eine Verbesserung zu bewirken. Entweder indem ihr Lernalternativen sucht und findet, Lücken füllt oder das Weite sucht. Was und wie viel ihr im Studium lernt, liegt in eurer Verantwortung.

#3: Verantwortung für die Zukunft tragen

Bis auf wenige Ausnahmen führt ein Studium nicht zum Beruf. Deshalb liegt es in eurer Hand, so zu studieren, dass sich euch später die Türen öffnen, die ihr geöffnet haben wollt. Wer in die Führungsebene will, muss schon jetzt Pflichtbewusstsein entwickeln, Verantwortung übernehmen und mehr als nur die Mindestanforderungen erfüllen.

Personaler scheißen darauf, dass nur ein Praktikum verpflichtend war, oder quantitative Methoden nicht im Lehrplan vorkamen. Es wird eure Entscheidung sein, nur die Mindestanforderungen von einem Praktikum erfüllt und essenzielle Lücken nie gefüllt zu haben. Anders ausgedrückt: Es ist ganz alleine eure Verantwortung, die Dinge zu tun, die zu der Zukunft führen, die ihr wollt! Es bringt nichts, sich vor dieser Verantwortung zu verstecken. Damit gebt ihr nur die Möglichkeit ab, selbst über den Verlauf eurer Zukunft zu bestimmen.

Fazit

Wenn es darum geht, Pflichtbewusstsein zu entwickeln, gehen viele von euch auf Tauchstation.
Zugegeben, diese Darstellung ist absichtlich überspitzt und provokativ. Aber sie soll euch aufrütteln. Denn im Endeffekt studiert ihr nur für euch selbst (es gäbe etliche tolle Ausbildungen, die auf euch warten) und die Zukunft, die ihr wollt. Sorgt ab heute dafür, dass euer Weg in die richtige Richtung läuft.

 

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