Gehaltsspiegel

Wo es richtig Kohle gibt – und wo nicht

Bild Wo es richtig Kohle gibt – und wo nicht
Adeolu Eletu / Unsplash

Denkt ihr auch manchmal darüber nach. wo ihr in ein paar Jahren beruflich stehen wollt? Dann habt ihr euren akademischen Abschluss in der Tasche, ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt und eure Kompetenzen ausgebaut – und verdient richtig viel Geld mit dem, was ihr macht? Klingt gut? Dann solltet ihr schon im Studium aufpassen, für welche Branchen ihr euch entscheidet, wenn ihr euren Studiengang wählt oder ein Praktikum sucht. Denn nicht alle Branchen bezahlen euch später gleich. Während einige Unternehmen ihre Arbeitnehmer deutlich über dem Durchschnitt bezahlen, liegen Firmen in anderen Branchen weit darunter. Klar, dass ihr als Kommunikationsmanager nicht so einfach zum Arztberuf wechseln oder als Anwalt plötzlich Laborant werden könnt, aber oft könnt ihr euch mit eurer Berufswahl durchaus für eine der besser bezahlten Branchen entscheiden.

Beispielsweise liegen die Gehälter in der Automobil- und Zuliefererindustrie sowie in der Luftfahrt fast acht Prozent über dem Gesamtdurchschnitt aller Branchen, im Maschinenbau sind es sogar neun Prozent mehr und im Bereich Telekommunikation über zehn Prozent. Auch als IT-Profi habt ihr gute Karten, was euer Gehalt angeht: Softwareunternehmen zahlen mehr als 11 Prozent über dem Durchschnitt. Bei Finanzdienstleistern, Banken und Versicherungen könnt ihr sogar mit bis zu 18 Prozent mehr Geld rechnen. Auch die Pharmaindustrie ist nicht kleinlich, hier verdient ihr mit etwas Glück bis zu 18 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt. Am großzügigsten entlohnen Unternehmensberatungen ihre Mitarbeiter. In dieser Branche werden 18,4 Prozent mehr als der Durchschnitt gezahlt.

Zumindest ungefähr den Gehaltsdurchschnitt zahlen Branchen wie Biotechnologie, Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfer. Vor einigen Jahren lag auch die Werbe- und PR-Branche in einer ähnlichen Hochphase wie heute die Unternehmensberatungen. Zumindest beim Gehalt ist dieser Bereich mittlerweile wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen: Hier liegt der Verdienst der Mitarbeiter „nur“ noch auf Durchschnittsniveau.

Jobs im öffentlichen Dienst gelten hingegen oft zu Unrecht als erstrebenswert. Gehälter, die knapp 13 Prozent unter dem Durchschnittswert liegen, sind beispielsweise in der öffentlichen Verwaltung keine Seltenheit. Auch in der Tourismus- und Freizeitindustrie liegt die Bezahlung oft bis zu 13 Prozent unter dem Mittel, in der Einzelhandelsbranche sogar mehr als 14 Prozent. Ihrem schlechten Image gerecht werden auch Zeitarbeitsfirmen. Ganze 19 Prozent unter dem Durchschnitt liegen hier die Gehälter. Wer in sozialen Einrichtungen beschäftigt ist, bekommt oft mehr als 22 Prozent weniger Geld. Auch im Hotel- und Gaststättengewerbe liegt der Luxus höchstens auf der Gästeseite – die Angestellten hingegen erhalten eine Bezahlung, die fast 25 Prozent unter dem Gesamtdurchschnitt liegt.

Wenn ihr wissen wollt, welche Arbeitgeber besonders gut bezahlen, könnt ihr euch im Internet informieren. Beispielsweise findet ihr auf der Bewertungsplattform kununu.com die besten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Dort findet ihr auch Angaben über Gehälter und Sozialleistungen.

Weitere Informationen:

Beitrag teilen