Lehrer werden - auch ohne Pädagogikstudium

Quereinsteiger willkommen

Lehrer werden - auch ohne Pädagogikstudium

Lehrer werden - auch ohne Pädagogikstudium

Quereinsteiger willkommen
Bild Quereinsteiger willkommen
jnbt / photocase.de

Jeder zweite Lehrer in Deutschland gehört zur Generation 50+ und verabschiedet sich bald in den Ruhestand. Die überalterte Lehrerschaft hat wenig Ahnung von der Bedeutung von Selfies oder sozialen Medien und findet nur bedingt Bezugspunkte zur Jugend.

Ihr wollt es besser machen und habt Lust auf Schule jenseits der eigenen Schulkarriere? Dank des Lehrermangels könnt ihr vielerorts sogar ohne Pädagogikstudium Lehrer werden. Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern setzen eine Didaktik-Ausbildung häufig nicht voraus.

Schuldienst – der wichtigste Job der Welt

Nicht etwa das Bundeskanzleramt, der Chefarztposten oder der Richterjob sind so wichtig. Kinder sind schließlich die Zukunft. Lehrer leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Werte und Wissen an die kommende Generation vermitteln. Mit entsprechender Lebenserfahrung kann man als Quereinsteiger also durchaus ein guter Lehrer werden.

Ein Lehramtsabschluss ist nicht zwingend, die Zulassungsvoraussetzungen für den Beruf des Pädagogen variieren allerdings je nach Bundesland. In jedem Fall wird ein Hochschulabschluss vorausgesetzt. Wer bereits Arbeitserfahrung nachweisen kann, muss mitunter nicht einmal ein herkömmliches Referendariat leisten.

MINT: Hier herrscht Mangel

Bild
Maccaroni / photocase.de

Vor allem in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern stehen die Chancen gut, auch ohne pädagogisches Vorwissen unterrichten zu können. Schon seit Jahren fehlen Lehrer in den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik.

Das großzügige Gehalt von knapp 4.500 Euro lockt so manchen Ingenieur, Statiker oder Chemiker zurück zur Schule. Bei Fächern wie Erdkunde, Sozialkunde und Geschichte sieht es hingegen schlechter aus, es besteht kaum Nachfrage nach fachfremden Lehrern. Interessierte, die Lehrer werden möchten, erhalten ausführliche Informationen beim Bildungsministerium.

Hohe Anforderung an Nerven und Stimme

 Lehrer werden ist nicht schwer, Lehrer sein dagegen sehr. Zumindest könnte dieser Spruch für voreilige Quereinsteiger gelten. Lehramtsstudenten tasten sich langsam an die Herausforderung Schulunterricht heran, beim Quereinstieg in den Lehrberuf fällt dies weg.

Häufig müssen die Seiteneinsteiger direkt ins kalte Wasser springen und bis zu 20 Stunden die Woche Unterricht machen. Das wird leicht unterschätzt, strapaziert anfänglich das Nervenkostüm und führt gelegentlich zu Heiserkeit. Einen guten Lehrer zeichnet nicht nur eine gewisse Sensibilität für Jugendliche, sondern auch eine emotionale Stabilität und Belastbarkeit aus.

Weiterführende Links: