Online und offline: Strategien für mehr Balance im Uni-Alltag

Permanent online = problematisches Online-Verhalten?

Bild Permanent online = problematisches Online-Verhalten?

Seid mal ehrlich: Wie viel Zeit verbringt ihr online? Ist euer Online-Verhalten noch gesund oder wäret ihr lieber weniger online? Damit ihr die perfekte Balance zwischen online und offline findet, geben wir euch Tipps und teilen die besten Strategien.

Permanent online = problematisches Online-Verhalten?

Direkt nach dem Aufwachen fängt es an: der erste Griff geht zum Smartphone. Kurz die Zeit checken. Bleiben tut es dabei meist nicht, zu gerne wird noch im Bett die eine oder andere App geöffnet. Beim Frühstück geht es mit den E-Mails weiter. Beim Mittagessen wird fleißig im Netz gesurft und abends werden Videos geguckt und ein paar Likes und Kommentare verteilt. Die Bilanz: online von morgens bis abends. Immer nur ein paar Minuten hier, ein paar Minuten dort. Zusammengerechnet sind es rund 3,5 Stunden. So viel Zeit verbringt jeder durchschnittlich online. Jugendliche sogar bis zu acht Stunden täglich. Etwa eine halbe Million Menschen sind regelrecht online- bzw. Smartphone-süchtig und können sich kaum von Computer oder Smartphone lösen.

Insbesondere das Smartphone besitzt eine große Anziehungskraft. Es ist eine Art Schweizer Taschenmesser des Informationszeitalters und vermag zahlreiche Bedürfnisse zu stillen; nach Informationen, nach Unterhaltung, nach Sozialkontakten. In Schule und Studium wird es als vielfältiges Werkzeug geschätzt, ausgestattet mit den richtigen Apps ersetzt es Terminkalender, Notizblock, Scanner, Wörterbuch und vieles mehr. Kaum jemand mag freiwillig auf das Smartphone verzichten. Doch so viel online zu sein, hat auch Schattenseiten.

Dreieinhalb Stunden täglich, das sind 24,5 Stunden die Woche, die ihr in etwa online verbringt. Das entspricht einem Nebenjob. Oft fehlt dadurch die Zeit für andere Dinge, wie Hobbys, Sport, Lernen oder Lesen. Wenn ihr weniger online wärt, hättet ihr mehr Zeit für solche Dinge. Und auch der mentale Stress, immer auf dem Laufenden zu sein, nichts zu verpassen, was andere posten und mithalten zu können, nimmt ab, wenn man weniger online ist.
 

Online und offline: Strategien für mehr Balance im Uni-Alltag / Foto: paul hanaoka / unsplash

Online und offline: Strategien für mehr Balance im Uni-Alltag / Foto: paul hanaoka / unsplash

Mehr offline, weniger online: Tipps für mehr Balance

Tipp #1: eigenes Online-Verhalten tracken

Apps wie "Checky", "Offtime" oder "Moment" führen euch vor Augen, wie viel Zeit ihr wirklich online seid. Die meisten Menschen sind vom Ergebnis überrascht, probiert es aus. 

Tipp #2: Notifications anpassen

Bimmelt euer Smartphone ständig und lockt euch so immer wieder zu sich? Schaltet die Push-Notifications für eure E-Mail- und Nachrichtendienste aus. Auf diese Weise habt ihr die volle Kontrolle, wann und wie lange ihr online seid. Ihr könnt beispielsweise immer um 16 Uhr schauen, was sich so angesammelt hat. Wem das nicht reicht, der kann seine Nachrichten einmal pro Stunde checken. Für wirklich wichtige Absender lässt sich auch eine Ausnahme einrichten (Liste mit VIP-Adressen anlegen). 

Tipp #3: Smartphonefreie Zonen festlegen

Ihr sitzt ewig auf der Toilette und scrollt oder könnt vor lauter Ins-Smartphone-Schauen nicht einschlafen? Erklärt diese Räume zur smartphonefreien Zone. Vor allem abends ist exzessive Smartphone-Nutzung suboptimal, da das Gerät blaues Licht emittiert. Blaues Licht unterdrückt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und gaukelt euch vor, gar nicht müde zu sein. Indem ihr das Bett, Bad oder Schlafzimmer zur Tabuzone erklärt, werdet ihr automatisch weniger online sein - und sehr wahrscheinlich besser schlafen.

Tipp #4: Digital Detox wagen

Welche positiven Effekte es hat, wenn ihr weniger online seid, könnt ihr durch eine digitale Diät herausfinden. Einfach mal ein Wochenende, in den Semesterferien oder einen Urlaub lang komplett aufs Smartphone verzichten und einen Digital Detox einlegen.

Fazit

Weniger online zu sein bedeutet, dass ihr mehr Zeit habt, um berufliche oder studienrelevante Aufgaben voranzubringen, euren Hobbys nachzugehen oder mit Menschen zusammen zu sein, die euch wichtig sind.

 

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