Shared Rooms im Auslandssemester

Wer der Typ dafür ist und wie ihr mit euren Zimmergenossen klar kommt

Bild Wer der Typ dafür ist und wie ihr mit euren Zimmergenossen klar kommt

Ihr könnt das Abenteuer Auslandssemester kaum erwarten, nur die Unterkunft macht euch noch Sorgen? Ein eigenes Apartment können sich viele Studierende im Ausland nicht leisten, und wählen die Option Shared Rooms. Doch so viel Nähe kann auch belasten. Wir sagen euch, woran ihr vor dem Umzug unbedingt denken solltet.

Was sind Shared Rooms?

In Deutschen Studentenheimen haben Studierende typischerweise ein eigenes Zimmer. Doch vielerorts auf der Welt gilt das als Luxus, der älteren Semestern vorbehalten ist. Vor allem im angelsächsischen Raum und in Asien ist die Unterbringung jüngerer Studierender in Shared Rooms Usus. Dabei teilen sich in der Regel zwei (manchmal auch mehr) Studierende das Semester über ein Zimmer. Auch Austauschstudenten werden gerne "gesammelt" untergebracht. Für Studierende aus Deutschland ist das oft eine ganz neue Erfahrung oder weckt im besten Fall Erinnerungen an die Kindheit, als man noch ein Zimmer mit dem Geschwisterchen teilen musste.

 

Shared Rooms im Auslandssemester - Wer ist der Typ dafür? / Foto: kinga cichewicz / unsplash

Shared Rooms im Auslandssemester - Wer ist der Typ dafür? / Foto: kinga cichewicz / unsplash

Welcher Typ Mensch kommt mit Shared Rooms klar - und wer nicht?

Sich als erwachsener Mensch mit jemandem ein Zimmer zu teilen, mit dem man nicht in einer romantischen Beziehung steckt, kann schon eine Herausforderung sein. Menschen, die ständige Gesellschaft bevorzugen und gerne mit Freunden unterwegs sind, werden tendenziell eher Spaß daran haben, sich ein Zimmer zu teilen. Falls ihr aber euren eigenen Raum braucht und gerne alleine seid, würdet ihr die Wohnsituation wohl eher stressig finden.

Shared Rooms: Vorteile und Nachteile im Überblick

Das sind die Nachteile:

  • Nicht immer kann man sich aussuchen, mit wem man ein Zimmer teilt, teilweise übernimmt die Hochschule die Zuteilung.
  • Pro Person gibt es weniger Platz, da (mindestens) zwei Leute ihre gesamten Sachen in einem Raum unterbringen müssen.
  • Es gibt kaum Privatsphäre und man kann sich nicht einfach ins eigene Zimmer zurückziehen, wenn man etwas Zeit für sich selbst haben will.
  • Mitbewohner haben Zugriff auf eure Sachen.
  • Wahrscheinlich habt ihr und eure Mitbewohner nicht den gleichen Stundenplan, daher kann es passieren, dass eine Person aufbleiben will, während die andere bereits ins Bett gehen möchte.

Das sind die Vorteile:

  • Ein Vorteil ist die billigere Miete, und das kann ein ziemlich großer Vorteil für Studierende während des Austauschsemesters sein.
  • Man hat direkt Anschluss, weil man über die Wohnsituation eine Person definitiv näher kennenlernt. Über die Zimmergenossen lernt man meist schnell weitere Studierende kennen und erweitert so seinen Freundeskreis.

Zimmer teilen: Tipps für weniger Stress mit den Zimmergenossen

Tipp #1: Gewohnheiten absprechen und Regeln festlegen. Aufsteh- und Schlafzeiten, Musiklautstärke, Freunde einladen oder Essen im Zimmer - besprecht, wie ihr es für gewöhnlich haltet und legt Regeln fest, die beiden Seiten zusagen. Je früher ihr das klärt, desto stressfreier wird euer Zusammenleben.

Tipp #2: Tolerant sein. Jeder Mensch ist anders und was in anderen Kulturen üblich ist, kann aus deutscher Sicht suspekt wirken. Versucht, tolerant zu sein und nutzt die Gelegenheit, um mehr über andere Kulturen zu erfahren. Bei der Rückkehr nach Deutschland werdet ihr alles wahrscheinlich mit anderen Augen sehen.

Tipp #3: Probleme schnell ansprechen. Euer Auslandssemester solltet ihr in vollen Zügen genießen, sprecht Probleme mit Mitbewohnern deshalb lieber schnell und direkt an, anstatt euch wochenlang damit abzuquälen. Meist lässt sich eine Lösung finden. Falls nicht, könnt ihr euch bei schwerwiegenden Problemen und Streitigkeiten an die Hochschule wenden und um eine andere Unterbringungsoption bitten.

Tipp #4: Privatsphäre geben. Überlegt euch ein System, bei dem alle regelmäßig ein bisschen Zeit allein im Zimmer haben - für Videocalls mit den Liebsten daheim, Schäferstündchen oder die Beauty-Routine.

Tipp #5: Nicht zu viel in der Bude hocken. Dort wo Shared Rooms typisch sind, gibt es meist viele Gemeinschaftsräume zum Kochen und Essen, Lernen und einfach zum Abhängen. Auch Sport und Arbeitsgemeinschaften (Clubs) sind eine gute Option, um nicht ständig auf dem Mitbewohner zu hocken.

Fazit

Shared Rooms schonen euer Studentenbudget und sind eine gute Option, um in einem fremden Land schnell Anschluss zu finden. Das Zusammenleben kann gut funktionieren, wenn ihr offen Bedürfnisse, Gewohnheiten und Regeln besprecht und eine gewisse Toleranz mitbringt. Und denkt dran: es ist zeitlich begrenzt - für ein Semester.

Weiterführende Links

Hier könnt ihr euch den zusammengefassten Beitrag anhören:

 

Beitrag teilen